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Waisenrente absichern: Tipps für dich

Hallo du,

bestimmt fragst du dich, wie du deine Waisenrente absichern kannst. Die kurze Antwort lautet: Es gibt verschiedene Wege, wie du als Elternteil oder auch als Erziehender Vorsorge triffst, so dass dein Kind – sollte dir etwas zustoßen – finanziell abgesichert ist. Es geht darum, Lücken im staatlichen System zu schließen und zusätzliche Sicherheiten zu schaffen. Ich zeige dir hier, worauf du achten solltest und welche Möglichkeiten du hast, um für dein Kind eine sorgenfreie Zukunft zu gewährleisten, auch wenn du einmal nicht mehr da bist.

Bevor wir ins Detail gehen, ist es wichtig, dass du die Basics der Waisenrente kennst. Es ist nicht alles so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint, und es gibt einige Fallstricke, die du vermeiden solltest.

Staatliche Waisenrente: Was steht deinem Kind zu?

Zuerst einmal solltest du wissen, dass es in Deutschland eine staatliche Waisenrente gibt. Diese wird aus der gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt. Die Höhe dieser Rente ist allerdings oft nicht ausreichend, um den Lebensunterhalt deines Kindes vollständig zu decken. Sie soll eher eine finanzielle Unterstützung in einer schwierigen Situation sein.

Für die Vollwaisenrente, wenn beide Elternteile verstorben sind, beträgt der Rentenanspruch normalerweise 20 Prozent der Rente, die der verstorbene Versicherte zum Zeitpunkt seines Todes erhalten hätte. Bei der Halbwaisenrente, wenn ein Elternteil verstorben ist, sind es 10 Prozent.

Es gibt auch Altersgrenzen. Dein Kind hat bis zum 18. Lebensjahr Anspruch auf eine Waisenrente. Wenn es sich in Schul- oder Berufsausbildung befindet oder ein Studium absolviert, kann sich der Anspruch bis zum 27. Lebensjahr verlängern. Eine weitere Ausnahme ist, wenn dein Kind aufgrund einer Behinderung nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen.

Ein wichtiger Punkt ist, dass der verstorbene Elternteil eine bestimmte Wartezeit in der Rentenversicherung erfüllt haben muss, damit überhaupt ein Anspruch besteht. Das bedeutet, dass der Elternteil mindestens fünf Jahre lang Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt haben muss. Wenn du also noch jung bist und erst kürzlich angefangen hast zu arbeiten, kann es sein, dass diese Wartezeit noch nicht erfüllt ist. Das solltest du unbedingt prüfen.

Es ist auch gut zu wissen, dass eigene Einkünfte deines Kindes, die über einen bestimmten Freibetrag hinausgehen, auf die Waisenrente angerechnet werden können. Das kann die Höhe der Auszahlung mindern.

Die Lücke erkennen: Warum die staatliche Rente oft nicht reicht

Die staatliche Waisenrente ist zwar eine gute Sache, aber sie deckt selten alle Kosten. Denk mal an Studiengebühren, Miete in einer Universitätsstadt, oder einfach den normalen Lebensunterhalt. Hier entsteht oft eine finanzielle Lücke, die du schließen möchtest, um deinem Kind auch in deiner Abwesenheit ein möglichst normales Leben zu ermöglichen.

Gerade in Zeiten steigender Lebenshaltungskosten ist es wichtig, diesen Aspekt nicht zu unterschätzen. Eine staatliche Waisenrente liegt oft nur im Bereich von ein paar hundert Euro im Monat, was für die meisten Kinder und Jugendlichen, insbesondere wenn sie sich noch in der Ausbildung befinden, nicht ausreicht, um ihren gewohnten Lebensstandard aufrechtzuerhalten oder gar zukünftige Bildungsziele zu finanzieren. Stell dir vor, dein Kind möchte studieren oder eine teure berufliche Weiterbildung machen – die Waisenrente wird hier kaum ausreichen, um diese Pläne zu unterstützen.

Es ist also entscheidend, diese Lücke zu erkennen. Du möchtest sicherstellen, dass dein Kind nicht nur überlebt, sondern auch seine Chancen im Leben wahrnehmen kann. Deshalb ist es so wichtig, über zusätzliche Absicherungen nachzudenken.

Wenn du mehr über die finanzielle Absicherung und das Sparen während deiner Ausbildung erfahren möchtest, empfehle ich dir, diesen Artikel zu lesen: Die Kunst des Sparens: Finanzielle Tipps für Auszubildende. Dort findest du wertvolle Tipps, die dir helfen können, deine Waisenrente abzusichern und deine Finanzen besser zu planen.

Zusätzliche Vorsorge: Deine Optionen im Überblick

Nachdem wir die Grundlagen geklärt haben, schauen wir uns an, welche zusätzlichen Möglichkeiten du hast, um dein Kind abzusichern. Es gibt hier verschiedene Ansätze, und welcher der beste für dich ist, hängt von deiner individuellen Situation ab.

Risikolebensversicherung: Der Klassiker für den Todesfall

Eine Risikolebensversicherung ist wahrscheinlich das Erste, woran viele denken, wenn es um die Absicherung des Todesfalls geht. Und das zu Recht, denn sie ist oft die unkomplizierteste und effektivste Lösung, um eine größere Summe im Falle deines Todes auszuzahlen.

Die Funktionsweise ist einfach: Du zahlst regelmäßige Beiträge, und im Falle deines Todes während der Vertragslaufzeit erhalten die von dir benannten Begünstigten, in diesem Fall dein Kind, eine vorher festgelegte Versicherungssumme.

Vorteile der Risikolebensversicherung:

  • Hohe Auszahlungssumme: Du kannst eine Summe wählen, die dir ausreicht, um die finanzielle Zukunft deines Kindes für viele Jahre zu sichern. Das können schnell mehrere hunderttausend Euro sein.
  • Geringe Beiträge: Im Vergleich zu anderen Versicherungen sind die Beiträge für eine Risikolebensversicherung oft überschaubar, insbesondere wenn du jung und gesund bist.
  • Flexibilität: Du kannst die Laufzeit anpassen, zum Beispiel bis dein Kind das Studium abgeschlossen hat.
  • Keine Anrechnung auf die Waisenrente: Die Auszahlung aus einer Risikolebensversicherung wird in der Regel nicht auf die staatliche Waisenrente angerechnet.

Worauf du achten solltest:

  • Die richtige Versicherungssumme: Überlege genau, wie viel dein Kind brauchen würde. Berücksichtige dabei Lebenshaltungskosten, Schulausbildung, Studium, Miete und eventuelle andere Ausgaben. Eine gute Faustregel ist oft das Fünf- bis Zehnfache deines Jahresbruttoeinkommens, aber das ist nur ein Richtwert.
  • Die Laufzeit: Die Versicherung sollte mindestens so lange laufen, bis dein Kind finanziell auf eigenen Beinen steht.
  • Gegenseitige Absicherung: Wenn du einen Partner hast, solltet ihr euch vielleicht gegenseitig absichern. Das heißt, jeder Partner schließt eine eigene Risikolebensversicherung zugunsten des anderen und des Kindes ab.
  • Gesundheitsfragen: Du musst Gesundheitsfragen beantworten. Vorerkrankungen können zu höheren Beiträgen oder einer Ablehnung führen. Sei hier immer ehrlich, sonst riskierst du den Versicherungsschutz.
  • Begünstigtenregelung: Achte darauf, dass dein Kind oder die Person, die sich um dein Kind kümmern würde, als Begünstigter klar benannt ist.

Berufsunfähigkeitsversicherung: Indirekte Absicherung für dein Kind

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sichert dich ab, wenn du aufgrund von Krankheit oder Unfall nicht mehr arbeiten kannst. Warum ist das für die Absicherung deines Kindes relevant? Ganz einfach: Wenn du nicht mehr arbeiten kannst, fällt dein Einkommen weg. Und ohne dein Einkommen kann es schwierig werden, den Lebensunterhalt deines Kindes zu bestreiten.

Eine BU zahlt dir eine monatliche Rente aus, wenn du berufsunfähig wirst. Diese Rente hilft dir, deinen Lebensunterhalt zu bestreiten und somit auch weiterhin für dein Kind sorgen zu können. Es ist also eine indirekte, aber sehr wichtige Absicherung für dein Kind.

Vorteile der BU im Kontext der Waisenrente:

  • Sicherung deines Einkommens: Selbst wenn du noch lebst, aber nicht mehr arbeiten kannst, fließt weiterhin Geld, das deinem Kind zugutekommt.
  • Verhinderung von Armut: Eine BU kann verhindern, dass deine Familie in finanzielle Not gerät, wenn dein Einkommen plötzlich wegbricht.
  • Lange Laufzeit: Eine BU wird in der Regel bis zum Rentenalter abgeschlossen.

Worauf du achten solltest:

  • Die Höhe der BU-Rente: Diese sollte hoch genug sein, um deinen Lebensstandard zu halten und für dein Kind zu sorgen.
  • Verzicht auf abstrakte Verweisung: Achte darauf, dass deine BU-Police den Verzicht auf abstrakte Verweisung beinhaltet. Das bedeutet, dass die Versicherung dich nicht auf einen anderen Beruf verweisen kann, wenn du in deinem aktuellen Beruf berufsunfähig bist.
  • Gesundheitsfragen: Auch hier sind die Gesundheitsfragen entscheidend. Frühzeitig abschließen lohnt sich, bevor Vorerkrankungen auftreten.

Sparpläne und Direktinvestitionen: Selbst ist die Vorsorge

Neben Versicherungen kannst du auch eigenständig Geld für dein Kind zurücklegen. Das hat den Vorteil, dass du flexibler bist und die volle Kontrolle hast.

Sparpläne:

Ein Sparplan ist eine regelmäßige Einzahlung auf ein bestimmtes Konto oder in ein Depot. Das können klassische Sparbücher sein, Festgeldkonten oder auch ETF-Sparpläne.

  • ETF-Sparpläne: Diese sind besonders beliebt geworden. Du investierst regelmäßig kleine Beträge in börsengehandelte Indexfonds (ETFs). Diese bilden einen Index ab (z.B. den DAX oder MSCI World) und streuen dein Geld auf viele Unternehmen. Langfristig bieten sie oft höhere Renditechancen als klassische Sparkonten.
  • Kinderkonten mit Sparfunktion: Viele Banken bieten spezielle Kinderkonten an, auf die du regelmäßig einzahlen kannst.

Direktinvestitionen:

Du könntest auch direkt in Aktien, Immobilien oder andere Vermögenswerte investieren, die auf den Namen deines Kindes laufen oder du als Treuhänder verwaltest.

Vorteile von Sparplänen und Direktinvestitionen:

  • Flexibilität: Du kannst jederzeit einzahlen, pausieren oder die Beträge anpassen.
  • Potenziell höhere Renditen: Insbesondere bei ETF-Sparplänen kannst du langfristig eine attraktive Wertsteigerung erzielen.
  • Volle Kontrolle: Du entscheidest, wie das Geld angelegt wird.

Worauf du achten solltest:

  • Risikobereitschaft: Gerade bei Aktien und ETFs gibt es Risiken. Du solltest dich mit der Materie auskennen und eine langfristige Perspektive haben.
  • Inflation: Bedenke, dass die Inflation die Kaufkraft deines angesparten Geldes mindern kann.
  • Steuern: Gewinne aus Kapitalanlagen müssen versteuert werden. Informiere dich über Freibeträge und die Abgeltungssteuer.
  • Erbschaftsteuer: Schenkungen an dein Kind können unter bestimmten Umständen erbschaftsteuerpflichtig sein, wenn bestimmte Freibeträge überschritten werden. Hier ist eine frühzeitige Planung wichtig.

Die Rolle des Vormunds und das Testament

Es ist nicht nur wichtig, finanzielle Vorsorge zu treffen, sondern auch zu regeln, wer sich um dein Kind kümmern würde, wenn du nicht mehr da bist.

Vormundschaft regeln: Wer sorgt sich um dein Kind?

Das ist ein Punkt, der emotional sehr belastend sein kann, aber extrem wichtig ist. Wenn du als Alleinerziehender oder du und dein Partner sterbt, muss geregelt werden, wer die elterliche Sorge für dein Kind übernimmt. Ohne eine testamentarische Verfügung entscheidet das Familiengericht, wer der Vormund wird. Und das muss nicht unbedingt die Person sein, die du dir wünschen würdest.

Deine Möglichkeiten:

  • Testament: Im Testament kannst du eine Person benennen, die als Vormund für dein Kind eingesetzt werden soll. Es ist ratsam, auch einen Ersatz-Vormund zu benennen, falls die erste Wahl nicht zur Verfügung steht.
  • Vorsorgevollmacht: Obwohl die Vorsorgevollmacht eher für deine eigene Handlungsfähigkeit gedacht ist, ist es im Kontext der Vormundschaft wichtig, dass du Regelungen triffst, wer sich um dein Kind kümmert.

Worauf du achten solltest:

  • Die richtige Person wählen: Wähle jemanden, dem du voll vertraust und der die Werte und Erziehungsvorstellungen teilt, die du für dein Kind hast. Es sollte jemand sein, der auch bereit und in der Lage ist, diese Aufgabe zu übernehmen. Sprich unbedingt mit der Person, die du in Betracht ziehst, und hole dir ihre Zustimmung ein.
  • Wünsche für die Erziehung: Du kannst im Testament auch Wünsche hinsichtlich der Erziehung deines Kindes äußern, auch wenn diese für den Vormund nicht bindend sind. Sie können aber eine wertvolle Orientierung bieten.

Das Testament: Mehr als nur Geld

Ein Testament ist nicht nur für die Regelung der Vormundschaft wichtig, sondern auch für die Verteilung deines Vermögens.

Warum ein Testament wichtig ist:

  • Vermeidung von Streitigkeiten: Ein klares Testament kann verhindern, dass es zu Streitigkeiten unter den Hinterbliebenen kommt.
  • Gezielte Vermögensverteilung: Du kannst genau festlegen, wer was erbt, und sicherstellen, dass dein Kind bestmöglich finanziell versorgt ist. Du kannst zum Beispiel auch einen Testamentsvollstrecker einsetzen, der die Verteilung deines Erbes überwacht und verwaltet, um sicherzustellen, dass dein Kind bis zu einem bestimmten Alter die Kontrolle über das Geld erhält oder es für bestimmte Zwecke (z.B. Ausbildung) verwendet wird.
  • Steuerliche Optimierung: Mit einem Testament kannst du unter Umständen auch Erbschaftsteuern minimieren. Hier solltest du dich aber unbedingt von einem Rechtsanwalt oder Notar beraten lassen.

Worauf du achten solltest:

  • Formvorschriften: Ein Testament muss bestimmte Formvorschriften erfüllen, um gültig zu sein. Es muss handschriftlich verfasst und unterschrieben sein oder notariell beurkundet werden.
  • Regelmäßige Aktualisierung: Lebensumstände ändern sich. Überprüfe dein Testament regelmäßig und passe es bei Bedarf an.
  • Beratung: Bei komplexeren Fällen ist der Gang zum Notar oder Rechtsanwalt absolut empfehlenswert. Sie können dir helfen, ein rechtssicheres Testament zu erstellen, das deine Wünsche genau widerspiegelt.

Häufige Fragen und Mythen rund um die Waisenrente

Es gibt viele Unklarheiten und Mythen, wenn es um die Absicherung deines Kindes geht. Lass uns ein paar davon entkräften.

Was passiert mit der Waisenrente, wenn das Kind adoptiert wird?

Das ist eine wichtige Frage. Wenn dein Kind adoptiert wird, erlischt in der Regel der Anspruch auf die ursprüngliche Waisenrente nach dem leiblichen Elternteil. Dein Kind wird in die neue Familie eingegliedert und hat dann Anspruch auf Leistungen aus der Rentenkasse der Adoptiveltern, sollten diesen etwas zustoßen. Dies gilt für die staatliche Waisenrente.

Private Absicherungen wie eine Risikolebensversicherung, die du abgeschlossen hast, sind davon unabhängig. Hast du dein Kind als Begünstigten einer Risikolebensversicherung eingetragen, bleibt dieser Anspruch bestehen, solange die Versicherung läuft. Das ist ein großer Vorteil privater Vorsorge.

Kann die Waisenrente gepfändet werden?

Die staatliche Waisenrente ist, wie andere Rentenleistungen auch, prinzipiell pfändbar. Allerdings gibt es hier Pfändungsfreibeträge, die sicherstellen sollen, dass das Existenzminimum deines Kindes gesichert ist. In der Praxis führt dies dazu, dass die Waisenrente oft nicht gepfändet werden kann, da ihre Höhe meist unter den Pfändungsfreibeträgen liegt.

Anders sieht es bei privaten Absicherungen aus. Wenn das Geld direkt auf ein Konto deines Kindes ausgezahlt wird, und dein Kind Schulden hätte, könnte dieses Geld unter Umständen gepfändet werden. Wenn du jedoch einen Testamentsvollstrecker oder eine treuhänderische Verwaltung des Geldes eingerichtet hast, kann dies den Schutz vor einer Pfändung erhöhen, da das Kind nicht direkt über das Kapitals verfügen kann.

Ist eine Waisenrente nur für Kinder unter 18?

Nein, dieser Mythos ist verbreitet, aber nicht ganz korrekt. Wie bereits erwähnt, besteht der Anspruch auf staatliche Waisenrente in der Regel bis zum 18. Lebensjahr. Er kann sich aber verlängern:

  • Bis zum 27. Lebensjahr: Wenn dein Kind eine Schul- oder Berufsausbildung absolviert oder studiert. Dies muss der Rentenversicherung nachgewiesen werden.
  • Bei Behinderung: Wenn dein Kind aufgrund einer körperlichen, geistigen oder seelischen Behinderung nicht in der Lage ist, sich selbst zu versorgen, besteht der Anspruch über das 27. Lebensjahr hinaus.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Verlängerungen befristet sind und jeweils neu geprüft werden. Privat abgeschlossene Versicherungen oder Sparpläne kannst du natürlich über das 27. Lebensjahr hinaus oder auf unbestimmte Zeit laufen lassen, ganz nach deinen Wünschen.

Wenn du darüber nachdenkst, wie du die Waisenrente absichern kannst, ist es wichtig, auch die finanziellen Aspekte deines Lebensstarts im Blick zu haben. Ein interessanter Artikel, der dir helfen kann, die Chancen und Risiken eines Azubi-Kredits zu verstehen, findest du hier: Azubi-Kredit Chancen und Risiken für deinen Start ins Berufsleben. Dieser Artikel bietet wertvolle Einblicke, die dir helfen könnten, deine finanzielle Situation besser zu planen und abzusichern.

Dein persönlicher Plan: Schritt für Schritt zur Absicherung

Metrik Daten
Monatliche Waisenrente €500
Voraussichtliche Dauer der Waisenrente 10 Jahre
Zusätzliche Absicherungsoptionen Waisenrentenversicherung

Jetzt, wo du eine Menge Informationen hast, ist es wichtig, dass du ins Handeln kommst. Ein guter Plan hilft dir dabei, Schritt für Schritt die Absicherung für dein Kind zu gewährleisten.

1. Bestandsaufnahme: Was hast du bereits?

Bevor du neue Verträge abschließt, schau dir an, was du schon hast.

  • Bestehende Versicherungen: Hast du bereits eine Risikolebensversicherung oder eine Berufsunfähigkeitsversicherung? Prüfe die Konditionen und die Höhe der Versicherungssumme bzw. Rente. Sind sie ausreichend?
  • Sparvermögen: Hast du bereits Geld gespart, das für dein Kind gedacht ist? Wo liegt dieses Geld und wie ist es angelegt?
  • Regelungen zu Vormundschaft und Testament: Gibt es bereits ein Testament? Ist die Vormundschaft geregelt?
  • Informationen zur gesetzlichen Rentenversicherung: Schau dir deine Renteninformation an. Dort siehst du, welche Ansprüche du bereits erworben hast und ob die Wartezeit für die Waisenrente erfüllt ist.

Sei ehrlich zu dir selbst: Wo gibt es Lücken?

2. Bedarf ermitteln: Was braucht dein Kind wirklich?

Dies ist vielleicht der wichtigste Schritt. Überlege dir genau, wie hoch der Bedarf deines Kindes wäre, wenn du nicht mehr da bist.

  • Lebenshaltungskosten: Was sind die monatlichen Fixkosten und variablen Ausgaben für dein Kind? Kleidung, Nahrung, Hobbys, Taschengeld?
  • Ausbildungskosten: Plane für Schule, eventuell Nachhilfe, oder das spätere Studium. Studiengebühren im Ausland, Miete in einer Universitätsstadt, Lehrmaterialien – das alles kann teuer werden.
  • Betreuungskosten: Wenn dein Kind klein ist, fallen Betreuungskosten an. Wer würde diese übernehmen?
  • Sonstige Ausgaben: Gibt es größere Pläne, die du für dein Kind hast, wie zum Beispiel den Führerschein oder einen Zuschuss zur ersten eigenen Wohnung?

Addiere diese Punkte und überlege, wie viel Geld pro Monat oder als einmalige Summe notwendig wäre, um diesen Bedarf zu decken, bis dein Kind finanziell selbstständig ist.

3. Optionen vergleichen und Entscheidungen treffen

Auf Basis deiner Bestandsaufnahme und Bedarfsermittlung kannst du nun die verschiedenen Optionen vergleichen, die wir besprochen haben:

  • Risikolebensversicherung: Ist die bestehende Summe ausreichend? Wenn nicht, aufstocken oder eine neue abschließen.
  • Berufsunfähigkeitsversicherung: Ist deine BU-Rente hoch genug, um dein Einkommen zu ersetzen und somit indirekt dein Kind zu versorgen?
  • Sparpläne/Direktinvestitionen: Sind diese eine sinnvolle Ergänzung? Wie viel kannst du monatlich oder einmalig zur Seite legen?
  • Testament und Vormundschaft: Sind diese Punkte klar geregelt? Falls nicht, kümmere dich zeitnah darum.

Es ist oft eine Kombination aus mehreren Lösungen, die den besten Schutz bietet. Du musst nicht alles auf einmal erledigen. Starte mit dem Wichtigsten und arbeite dich Schritt für Schritt vor.

4. Regelmäßige Überprüfung: Bleib am Ball!

Dein Leben ist nicht statisch, und auch deine Vorsorge sollte es nicht sein.

  • Alle paar Jahre prüfen: Überprüfe deine Absicherungen mindestens alle drei bis fünf Jahre.
  • Veränderungen melden: Bei großen Lebensereignissen wie einer Heirat, Geburt weiterer Kinder, einem Immobilienkauf oder einem Jobwechsel solltest du deine Policen und dein Testament umgehend anpassen.
  • Gesundheitscheck: Wenn deine Gesundheit stabil ist, kann das gute Beiträge für Versicherungen bedeuten. Solltest du erkranken, kann eine bestehende Versicherung besonders wertvoll sein.

Ich weiß, das sind viele Informationen und die Themen sind nicht immer angenehm. Aber indem du dich damit auseinandersetzt und aktiv Vorsorge triffst, gibst du dir und vor allem deinem Kind ein unbezahlbares Geschenk: die Gewissheit, dass für seine Zukunft gesorgt ist, egal was passiert. Es ist der ultimative Liebesbeweis, den du für dein Kind erbringen kannst. Pack es an!

FAQs

Was ist die Waisenrente?

Die Waisenrente ist eine Leistung der gesetzlichen Rentenversicherung, die Kindern zusteht, deren Eltern verstorben sind. Sie soll die finanzielle Versorgung der Kinder sichern.

Wer hat Anspruch auf Waisenrente?

Kinder haben Anspruch auf Waisenrente, wenn ein oder beide Elternteile verstorben sind. Die genauen Voraussetzungen können je nach Rentenversicherungssystem variieren.

Wie hoch ist die Waisenrente?

Die Höhe der Waisenrente richtet sich nach verschiedenen Faktoren, wie zum Beispiel dem Einkommen des verstorbenen Elternteils und der Anzahl der anspruchsberechtigten Kinder. Die genauen Beträge können unterschiedlich sein.

Wie kann man die Waisenrente absichern?

Die Waisenrente kann unter anderem durch die Hinterbliebenenabsicherung in der gesetzlichen Rentenversicherung oder durch private Vorsorge abgesichert werden. Es ist ratsam, sich frühzeitig über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren.

Welche Unterstützung gibt es neben der Waisenrente?

Neben der Waisenrente können Kinder von verstorbenen Eltern unter Umständen auch Anspruch auf andere Leistungen haben, wie zum Beispiel Waisenbezüge aus der Unfallversicherung oder staatliche Unterstützung. Es ist wichtig, sich über alle möglichen Leistungen zu informieren.

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