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Steuern als Azubi: Was du wissen musst

Du stehst am Anfang deiner beruflichen Laufbahn, frisch im Azubi-Dasein und die Welt steht dir offen. Doch neben all den spannenden neuen Erfahrungen und dem Lernen, taucht zwangsläufig ein Thema auf, das vielleicht nicht ganz so aufregend klingt, aber dennoch wichtig ist: Steuern. Ja, richtig gelesen, auch als Azubi musst du dich damit auseinandersetzen. Aber keine Sorge, das ist kein Hexenwerk und mit ein paar grundlegenden Informationen bist du bestens gerüstet. Dieser Artikel soll dir genau dabei helfen, einen klaren Überblick zu bekommen und zu verstehen, was du als Azubi über Steuern wissen musst. Wir nehmen dich Schritt für Schritt mit und erklären dir alles, was relevant ist, damit du dich nicht überfordert fühlst.

Als Auszubildender verdienst du dein erstes eigenes Geld. Das ist ein tolles Gefühl und ein wichtiger Meilenstein. Aber mit dem Verdienst kommen auch Pflichten, und dazu gehört die Steuererklärung. Aber keine Panik! Dein Ausbildungsgehalt ist oft so gestaltet, dass du mit deinen Einnahmen erst einmal unterhalb der meisten steuerlichen Freibeträge liegst. Dennoch gibt es Situationen, in denen du Steuern zahlen musst oder eine Steuererklärung abgeben solltest. Es ist gut zu wissen, wann und warum das der Fall ist, um nicht böse überrascht zu werden und um potenziell Geld zurückzubekommen.

Was genau ist dein Azubi-Gehalt?

Dein Azubi-Gehalt, auch Ausbildungsvergütung genannt, ist das Geld, das dir dein Ausbildungsbetrieb für deine geleistete Arbeit zahlt. Dieses Gehalt steigt in der Regel mit jedem Ausbildungsjahr an und ist oft tariflich oder durch Betriebsvereinbarungen geregelt. Es ist wichtig zu verstehen, dass dieses Gehalt nicht komplett steuerfrei ist, auch wenn die tatsächliche Steuerlast oft gering ist.

Die Lohnsteuer: Was steckt dahinter?

Die Lohnsteuer ist die Einkommensteuer, die direkt von deinem Gehalt abgezogen wird. Dein Arbeitgeber ist verpflichtet, diese Steuer jeden Monat für dich abzuführen. Die Höhe der Lohnsteuer hängt von verschiedenen Faktoren ab, wie deinem Bruttogehalt, deiner Steuerklasse und ob du Kinder hast. Für Azubis wird in der Regel die Steuerklasse I zugrunde gelegt, wenn du ledig bist und keine Kinder hast. Dies ist die günstigste Steuerklasse für Singles.

Sozialabgaben: Ein wichtiger Teil deiner Abzüge

Neben der Lohnsteuer werden auch Sozialabgaben von deinem Gehalt abgezogen. Dazu gehören Beiträge zur Kranken-, Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung. Diese Abgaben sind zwar kein direktes Steuergeld, reduzieren aber dein Netto-Gehalt. Sie sind jedoch essenziell, da sie dich absichern und dir im Krankheitsfall, im Alter oder bei Arbeitslosigkeit finanzielle Unterstützung bieten.

Wie wird die Steuerlast als Azubi berechnet?

Die Berechnung deiner Lohnsteuer als Azubi ist ein komplexer Prozess, der von deinem Bruttogehalt, deiner Steuerklasse, dem von dir gezahlten Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls der Kirchensteuer abhängt. Glücklicherweise musst du dich nicht selbst um diese komplizierten Berechnungen kümmern. Dein Arbeitgeber ist verpflichtet, diese für dich durchzuführen und die entsprechenden Abzüge vorzunehmen.

  • Bruttogehalt: Das ist dein Gehalt vor allen Abzügen.
  • Steuerfreier Grundbetrag (Grundfreibetrag): Jeder Steuerzahler hat einen Grundfreibetrag, bis zu dem keine Einkommensteuer anfällt. Dieser wird jährlich angepasst. Für Azubis ist es sehr wahrscheinlich, dass dein Gehalt unter diesem Betrag liegt.
  • Solidaritätszuschlag: Ab einem bestimmten Einkommen wird ein Solidaritätszuschlag fällig. Für die meisten Azubis liegt die Grenze hierfür so hoch, dass sie diesen Zuschlag nicht zahlen müssen.
  • Kirchensteuer: Wenn du Mitglied einer steuererhebenden Religionsgemeinschaft bist, wird automatisch die Kirchensteuer von deinem Gehalt abgezogen. Die Höhe ist ein bestimmter Prozentsatz deiner Lohnsteuer.

Du kannst dir vorstellen, dass dein Ausbildungsgehalt in der Regel so niedrig ist, dass du weder Lohnsteuer noch Solidaritätszuschlag zahlen musst. Das Einzige, was dich möglicherweise betrifft, ist die Kirchensteuer, falls zutreffend.

Wenn du als Azubi deine Finanzen im Griff haben möchtest, ist es wichtig, auch an den richtigen Versicherungsschutz zu denken. Ein interessanter Artikel, den du dir ansehen solltest, ist über die Notwendigkeit einer Hausratversicherung für Azubis. Du kannst ihn hier finden: Warum du als Azubi eine Hausratversicherung brauchst. Dort erfährst du, warum diese Versicherung für dich von Bedeutung sein kann und wie sie dir helfen kann, im Falle eines Schadens finanziell abgesichert zu sein.

Die Steuererklärung: Wann ist sie für dich relevant?

Du fragst dich jetzt vielleicht: Wenn ich so wenig Steuern zahle, warum sollte ich mich überhaupt mit der Steuererklärung beschäftigen? Die Antwort ist einfach: Es gibt Fälle, in denen es sich für dich lohnt, eine Steuererklärung abzugeben, um Geld zurückzubekommen. Selbst wenn keine Pflicht besteht, kann eine freiwillige Abgabe finanziell vorteilhaft sein.

Wann bist du zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet?

Glücklicherweise bist du als Azubi nur in seltenen Fällen zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Die gesetzlichen Regelungen sind hier klar gefasst. Eine Pflicht besteht unter anderem, wenn du:

  • Neben deiner Ausbildung Einkünfte hattest, die über 10.500 Euro im Jahr lagen (Stand 2023, dieser Betrag kann sich ändern und sollte immer auf den aktuellen Stand geprüft werden). Wenn dein reines Ausbildungsgehalt diesen Betrag nicht übersteigt, entfällt diese Pflicht in der Regel. Es sei denn, du hattest zusätzliche Einkünfte, wie zum Beispiel aus einem Minijob, der nicht unter die geringfügige Beschäftigung fällt.
  • Mehrere Einkunftsarten hattest: Wenn du zum Beispiel neben deiner Ausbildung noch ein Stipendium erhalten hast oder Arbeitseinkünfte aus einer vorherigen Anstellung, die nicht mit deiner Ausbildung zu tun haben.
  • Über bestimmte Freibeträge auf deiner Lohnsteuerkarte verfügst: Wenn du beispielsweise einen Freibetrag für Fahrtkosten zur Arbeit hast, kann das eine Pflicht zur Abgabe auslösen, wenn bestimmte Grenzen überschritten werden.
  • Einen Freibetrag für deine Ausbildung auf deiner Lohnsteuerkarte eingetragen hast, der über den Pauschalen liegt.

Da die meisten Azubis keine dieser Kriterien erfüllen, ist die Wahrscheinlichkeit, dass du zur Abgabe verpflichtet bist, sehr gering.

Wann lohnt sich eine freiwillige Steuererklärung für dich?

Auch wenn du nicht verpflichtet bist, kann es sich lohnen, freiwillig eine Steuererklärung abzugeben. Hier sind die häufigsten Gründe dafür:

  • Um zu viel gezahlte Steuern zurückzubekommen: Auch wenn dein Gehalt oft unter dem steuerpflichtigen Einkommen liegt, können durch Lohnsteuerabzüge und eventuell vorgenommene Vorauszahlungen (was bei Azubis eher selten vorkommt) Steuern gezahlt worden sein. Eine Steuererklärung kann dir helfen, diese zurückzubekommen.
  • Um Ausgaben abzusetzen: Als Azubi hast du oft Ausgaben, die du steuerlich geltend machen kannst. Dazu gehören zum Beispiel:
  • Fahrtkosten zur Ausbildungsstätte: Ob mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem eigenen Auto, die Kosten für den Weg zur Arbeit können abgesetzt werden.
  • Arbeitsmittel: Bestimmte Ausgaben für Arbeitskleidung, Werkzeuge oder Fachbücher, die du für deine Ausbildung brauchst, können abzugsfähig sein.
  • Umzugskosten: Wenn du für deine Ausbildung umziehen musstest, können diese Kosten ebenfalls eine Rolle spielen.
  • Fortbildungskosten: Wenn du während deiner Ausbildung zusätzliche Kurse oder Schulungen besuchst, die deine berufliche Qualifikation verbessern.
  • Kosten für Bewerbungen: Wenn du dich während oder nach der Ausbildung auf neue Stellen bewirbst.
  • Haushaltsnahe Dienstleistungen: Auch wenn das nicht direkt mit der Ausbildung zusammenhängt, können solche Ausgaben dich potenziell weiter bringen.
  • Um einen Verlustvortrag zu begründen: Wenn du im ersten Ausbildungsjahr hohe Ausgaben hattest, die deinen Verdienst überstiegen, kannst du einen Verlustvortrag erstellen. Diesen Verlust kannst du dann in späteren Steuerjahren geltend machen, wenn dein Einkommen höher ist, und so deine Steuerschuld mindern.

Wo findest du Informationen zur Steuererklärung?

Das Finanzamt ist deine wichtigste Anlaufstelle. Auf der Webseite des Bundeszentralamts für Steuern und vielen Seiten der Landesfinanzverwaltungen findest du detaillierte Informationen zur Steuererklärung. Zudem gibt es auch zahlreiche Ratgeber und Foren, die sich speziell an Azubis richten. Programme zur Erstellung der Steuererklärung, wie zum Beispiel WISO Steuer oder Taxman, bieten oft auch Hilfen und Erklärungen. Manche Arbeitgeber oder Gewerkschaften bieten auch Informationsveranstaltungen oder Broschüren für Azubis an.

Ausgaben absetzen als Azubi: Was du alles geltend machen kannst

Taxes Apprentice

Wie bereits erwähnt, ist das Absetzen von Ausgaben ein wichtiger Punkt, der deine Steuererklärung für dich rentabel machen kann. Mach dich schlau, welche Kosten du von deinem zu versteuernden Einkommen abziehen kannst. Denn oft summieren sich diese Kleinigkeiten zu einem Betrag, der dir eine schöne Steuerrückerstattung ermöglicht.

Wie funktionieren Werbungskosten?

Werbungskosten sind alle Ausgaben, die dir im Zusammenhang mit deiner beruflichen Tätigkeit entstehen. Das ist quasi das Gegenstück zu den Einnahmen, die du durch deine Ausbildung erzielst. Wenn es um Werbungskosten geht, gibt es eine Pauschale, die automatisch berücksichtigt wird. Alles, was du über diese Pauschale hinaus absetzen kannst, muss du mit Belegen nachweisen.

  • Die Werbungskostenpauschale: Für Arbeitnehmer, und dazu zählst du als Azubi auch, gibt es eine jährliche Pauschale für Werbungskosten. Diese liegt derzeit bei 1.230 Euro (Stand 2023, kann sich ändern). Wenn deine tatsächlichen Werbungskosten unter dieser Pauschale liegen, wird automatisch die Pauschale von deinem Einkommen abgezogen. Wenn deine Ausgaben höher sind, musst du sie einzeln aufführen und nachweisen.

Konkrete Beispiele für deine absetzbaren Ausgaben:

Lass uns nun konkret werden und dir Beispiele geben, welche Ausgaben du als Azubi potenziell absetzen kannst:

Fahrtkosten zur Ausbildungsstätte

Dies ist oft der größte Posten bei den absetzbaren Ausgaben.

  • Pendlerpauschale (Entfernungs-Pauschale): Wenn du mit deinem eigenen Auto zur Arbeit fährst, kannst du für jeden Kilometer deiner einfachen Wegstrecke einen Betrag geltend machen. Die genaue Höhe kann variieren und hängt von der Entfernung ab. Du kannst wählen, ob du die Pauschale für die Hin- und Rückfahrt geltend machst oder nur für die einfache Strecke, je nachdem, was für dich günstiger ist.
  • Öffentliche Verkehrsmittel: Wenn du mit Bus, Bahn oder Straßenbahn fährst, kannst du die tatsächlichen Kosten für dein Ticket absetzen. Das können Monatskarten, Jahreskarten oder auch Einzeltickets sein.
  • Fahrrad: Ja, auch wenn du mit dem Fahrrad zur Arbeit fährst, kannst du die Kosten für die Anschaffung oder Reparatur absetzen, allerdings hier meist über einen längeren Zeitraum verteilt, da es sich um Anschaffungen handelt.

Arbeitsmittel

  • Fachbücher und Fachzeitschriften: Bücher, die du für deine Ausbildung benötigst, um dich weiterzubilden.
  • Berufskleidung: Wenn du spezielle Arbeitskleidung benötigst, die du nicht im Alltag tragen würdest (z.B. Sicherheitsschuhe, Schutzhelm, spezielle Schürzen). Normale Alltagskleidung ist nicht absetzbar.
  • Werkzeuge und Werkzeugkasten: Wenn dein Ausbildungsbetrieb dir diese nicht zur Verfügung stellt und du sie selbst anschaffen musst.
  • Büromaterial: Stifte, Blöcke, wichtige Ordner, die du für die Schule oder den Betrieb benötigst.

Fortbildungskosten

  • Zusätzliche Kurse und Seminare: Wenn du außerhalb deiner regulären Ausbildung Kurse besuchst, um deine Fähigkeiten zu erweitern. Zum Beispiel ein Sprachkurs, der für deine spätere Karriere relevant ist.
  • Lernmaterialien für Fortbildungen: Bücher, Software oder Online-Kurse für deine Weiterbildung.

Umzugskosten

Wenn du für deine Ausbildung umziehen musstest und dein Haushalt neu einrichtest, kannst du bestimmte Kosten absetzen. Dazu gehören zum Beispiel Kosten für den Transport von Möbeln, Renovierungskosten in der neuen Wohnung oder Kosten für doppelte Mietzahlungen während des Umzugs. Beachte hier die Fristen und Bedingungen, die das Finanzamt dafür vorsieht.

Bewerbungskosten

Falls du dich während oder nach der Ausbildung auf neue Stellen bewirbst, kannst du Kosten für Bewerbungsmappen, Porto, aber auch für berufsbezogene Reisekosten zu Vorstellungsgesprächen absetzen.

Belege sammeln: Das A und O für deine Steuererklärung

Um deine Ausgaben auch wirklich absetzen zu können, ist es unerlässlich, dass du alle Belege ordentlich aufbewahrst. Das können Rechnungen, Quittungen, Fahrkarten, Kontoauszüge über Überweisungen oder auch ein Fahrtenbuch sein. Je besser du deine Belege sortierst und aufbewahrst, desto einfacher wird später die Erstellung deiner Steuererklärung. Ein kleines Tipp: Eine einfache Mappe oder ein Ordner pro Jahr kann schon Wunder wirken.

Wichtige Fristen und Termine für deine Steuererklärung

Photo Taxes Apprentice

Die Zeit vergeht gefühlt immer schneller, und auch bei der Steuererklärung gibt es Fristen, die du einhalten solltest. Verpasst du diese, können Verspätungszuschläge oder andere Nachteile drohen. Darum ist es gut zu wissen, wann du was erledigen musst.

Wann musst du deine Steuererklärung abgeben?

Wenn du zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet bist, gibt es feste Fristen.

  • Ohne Steuerberater: Wenn du deine Steuererklärung selbst machst, ist die Frist für die Abgabe in der Regel der 31. Juli des Folgejahres. Das bedeutet, für das Steuerjahr 2023 musst du deine Erklärung bis zum 31. Juli 2024 beim Finanzamt einreichen.
  • Mit Steuerberater: Wenn du einen Steuerberater beauftragst, verlängert sich die Frist. Derzeit liegt diese im Regelfall bei Ende Februar des übernächsten Jahres. Für das Steuerjahr 2023 wäre das also Ende Februar 2025. Dies gibt dir und deinem Berater mehr Zeit für eine sorgfältige Erstellung.

Was passiert, wenn du die Fristen verpasst?

Du solltest dir das gut merken: Versäumst du die Abgabefristen, kann das Konsequenzen haben.

  • Säumniszuschläge: Das Finanzamt kann Säumniszuschläge für verspätete Abgaben erheben. Diese können sich schnell summieren.
  • Zwangsgelder: Im schlimmsten Fall kann das Finanzamt auch Zwangsgelder verhängen, um dich zur Abgabe zu zwingen.
  • Schätzungen durch das Finanzamt: Wenn du deiner Pflicht nicht nachkommst, kann das Finanzamt deine Einkünfte schätzen, was oft zu deinem Nachteil ausfällt.

Freiwillige Steuererklärung: Mehr Spielraum

Auch wenn du nicht zur Abgabe verpflichtet bist, aber eine freiwillige Steuererklärung abgeben möchtest, um Geld zurückzubekommen, hast du mehr Spielraum. Du kannst deine Steuererklärung bis zu vier Jahre rückwirkend abgeben. Das bedeutet, wenn du im Jahr 2023 die Chance verpasst hast, deine Steuererklärung für 2020 abzugeben, kannst du das heute noch nachholen. Allerdings solltest du damit nicht zu lange warten, da immer wieder neue Erkenntnisse oder Änderungen in der Gesetzgebung auftreten können.

Tipps zur Einhaltung der Fristen

Du kannst dir selbst das Leben einfacher machen, indem du einige Dinge beachtest:

  • Frühzeitig mit den Unterlagen beginnen: Sammle deine Belege und Unterlagen schon während des Jahres.
  • Programme zur Steuererklärung nutzen: Diese Programme führen dich Schritt für Schritt durch die Erstellung und erinnern dich oft auch an wichtige Fristen.
  • Steuerberater konsultieren: Wenn du dir unsicher bist oder viele komplexe Ausgaben hast, ist die Beauftragung eines Steuerberaters eine gute Option.
  • Termine im Kalender markieren: Trage dir die Fristen direkt in deinen Kalender ein.

Wenn du als Azubi deine Finanzen in den Griff bekommen möchtest, könnte der Artikel über finanzielle Tipps für Azubis sehr hilfreich für dich sein. Dort findest du wertvolle Ratschläge, die dir helfen, besser mit deinem Geld umzugehen und deine Ausgaben zu planen. Schau dir den Artikel hier an, um mehr darüber zu erfahren, wie du finanziell durchstarten kannst.

Dein Azubi-Gehalt und die Grenzen für die Steuerpflicht: Grundfreibetrag und Co.

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Der Grundfreibetrag ist dein bester Freund, wenn es um die Steuerpflicht geht. Solange dein zu versteuerndes Einkommen darunter liegt, zahlst du keine Einkommensteuer. Aber was sagt dieser Grundfreibetrag genau aus und wie wirkt er sich auf dich als Azubi aus?

Der Grundfreibetrag erklärt

Der Grundfreibetrag ist ein Betrag, bis zu dem dein Einkommen steuerfrei ist. Er soll sicherstellen, dass dein Existenzminimum gesichert ist und du nicht für Grundbedürfnisse Steuern zahlen musst. Dieser Betrag wird regelmäßig vom Gesetzgeber angepasst, um der Inflation entgegenzuwirken.

  • Höhe des Grundfreibetrags: Für das Steuerjahr 2023 liegt der Grundfreibetrag für ledige Steuerpflichtige bei 10.908 Euro. Für Verheiratete oder eingetragene Lebenspartner, die zusammen veranlagt werden, ist der Betrag entsprechend höher. Deine Ausbildungsvergütung muss deutlich über diesem Betrag liegen, damit du überhaupt Einkommensteuer zahlen musst.

Mindestverdienst für Steuerpflicht

Vereinfacht gesagt, musst du als Azubi in der Regel erst dann Einkommensteuer zahlen, wenn dein zu versteuerndes Einkommen den Grundfreibetrag überschreitet. Dein Bruttogehalt mag hoch erscheinen, aber nach Abzug der Sozialabgaben und eventueller weiterer abzugsfähiger Kosten, liegt dein tatsächliches steuerpflichtiges Einkommen oft deutlich darunter.

Was passiert, wenn du über dem Grundfreibetrag liegst?

Wenn dein zu versteuerndes Einkommen über dem Grundfreibetrag liegt, wird die Steuer auf den überschreitenden Betrag berechnet. Das Einkommen wird dann in steuerpflichtige Einkommensstufen eingeteilt, und für jede Stufe gilt ein progressiver Steuersatz. Das bedeutet, je mehr du verdienst, desto höher ist der Prozentsatz, den du an Steuern zahlst.

  • Progressiver Steuertarif: Das deutsche Steuersystem ist progressiv aufgebaut. Das heißt, dass der Steuersatz mit steigendem Einkommen ansteigt. Für Azubis mit einem eher geringen Einkommen bedeutet das in der Praxis aber meist, dass du noch im Bereich des Grundfreibetrags liegst oder nur einen sehr geringen Steuersatz zahlst.

Die Bedeutung des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer

Wie wir schon kurz angesprochen haben, können der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer deine Steuerlast beeinflussen, auch wenn dein Einkommen unter der reinen Einkommensteuerpflicht liegt.

  • Solidaritätszuschlag: Der Solidaritätszuschlag, kurz „Soli“, wurde ursprünglich zur Finanzierung der deutschen Einheit eingeführt. Seit 2020 gibt es eine hohe Freigrenze, sodass die meisten Steuerzahler, insbesondere Azubis, von der Zahlung des Soli befreit sind. Nur wer ein sehr hohes Einkommen hat, zahlt diesen Zuschlag noch.
  • Kirchensteuer: Wenn du Mitglied einer steuerberechtigten Religionsgemeinschaft bist, wird die Kirchensteuer automatisch von deiner Lohnsteuer abgezogen. Die Höhe beträgt in Bayern und Baden-Württemberg 8 % der Lohnsteuer, in den übrigen Bundesländern 9 %. Wenn du keine Lohnsteuer zahlst, entfällt auch die Kirchensteuer.

Durch diese Abzüge kann es sein, dass auch bei einem Verdienst unter dem Grundfreibetrag, aber über bestimmten Abzugsgrenzen für den Solidaritätszuschlag, trotzdem ein geringer Betrag an Steuern anfällt. Die Kirchensteuer kann ebenfalls relevant sein, auch wenn dein restliches Netto-Einkommen gering ist.

Es zeigt sich also, dass dein Azubi-Gehalt in der Regel gut durch diese Freibeträge geschützt ist. Dennoch ist es ratsam, die Entwicklung deines Verdienstes im Auge zu behalten und dich zu informieren, wenn du dir unsicher bist, ob du steuerpflichtig wirst oder ob sich eine freiwillige Steuererklärung lohnt.

Denke daran, dass die Steuergesetze komplex sind und sich auch ändern können. Die hier gegebenen Informationen sind als allgemeine Orientierung gedacht. Im Zweifelsfall oder bei komplexen Sachverhalten ist es immer ratsam, sich bei einem Steuerberater oder dem zuständigen Finanzamt zu informieren. Aber mit diesem Überblick bist du schon mal bestens vorbereitet!

FAQs

Was sind Steuern als Azubi?

Als Azubi zahlst du Steuern auf dein Einkommen, wenn es über dem Grundfreibetrag liegt. Dazu gehören Einkommensteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer.

Wie viel Steuern muss ich als Azubi zahlen?

Die Höhe der Steuern hängt von deinem Einkommen ab. Bis zu einem bestimmten Betrag (Grundfreibetrag) musst du keine Steuern zahlen. Darüber hinaus richtet sich die Höhe der Steuern nach deinem Einkommen und kann in verschiedenen Steuerklassen variieren.

Welche Steuerklassen gelten für Azubis?

Als Azubi fällst du in der Regel in die Steuerklasse I. Diese gilt für Ledige, Geschiedene und Verwitwete ohne Kinder. Wenn du verheiratet bist oder Kinder hast, kann eine andere Steuerklasse gelten.

Wie kann ich als Azubi Steuern sparen?

Als Azubi kannst du unter anderem Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen geltend machen, um Steuern zu sparen. Dazu gehören beispielsweise Fahrtkosten zur Berufsschule, Arbeitsmittel oder Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

Wann muss ich als Azubi eine Steuererklärung abgeben?

Als Azubi bist du grundsätzlich zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet, wenn du Einkünfte über dem Grundfreibetrag hinaus erzielt hast. In vielen Fällen lohnt es sich auch, freiwillig eine Steuererklärung abzugeben, um mögliche Steuervorteile zu nutzen.

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