Du fragst dich, wie du dir deine Ausbildung finanzieren kannst, ohne ständig Geldsorgen zu haben? Keine Sorge, es gibt viele Möglichkeiten, finanzielle Unterstützung zu bekommen, die dir dabei helfen, dich voll und ganz auf deine Lernziele zu konzentrieren. Von staatlichen Leistungen bis hin zu Stiftungen und Darlehen – wir schauen uns an, welche Optionen für dich infrage kommen könnten, damit du deine berufliche Zukunft sichern kannst.
Überblick über staatliche Förderungen
Die gute Nachricht ist: Der Staat lässt dich bei deiner Ausbildung nicht im Regen stehen. Es gibt diverse Programme und Leistungen, die dir finanziell unter die Arme greifen können. Das ist oft der erste und wichtigste Anlaufpunkt, wenn es um Ausbildungsfinanzierung geht.
Berufsausbildungsbeihilfe (BAB)
Die Berufsausbildungsbeihilfe, kurz BAB, ist wahrscheinlich das bekannteste Förderinstrument für Auszubildende. Sie soll sicherstellen, dass du während deiner dualen Ausbildung (also der Kombination aus Berufsschule und Betrieb) deinen Lebensunterhalt bestreiten kannst. Ob du Anspruch auf BAB hast, hängt von verschiedenen Faktoren ab, zum Beispiel von deinem eigenen Einkommen, dem Einkommen deiner Eltern (wenn du noch zu Hause wohnst oder jung genug bist) und den Kosten für Unterkunft und Fahrt.
Es ist wichtig zu verstehen, dass BAB eine Bedarfsleistung ist. Das heißt, es wird geprüft, ob du wirklich Unterstützung brauchst. Wenn deine Eltern zum Beispiel gut verdienen und dich versorgen können, ist die Wahrscheinlichkeit geringer, dass du BAB bekommst. Wohnst du aber nicht mehr bei deinen Eltern und hast dadurch höhere Kosten, steigen deine Chancen. Der Antrag ist oft ein bisschen bürokratisch, aber es lohnt sich, sich durchzuringen. Die Arbeitsagentur ist hier dein Ansprechpartner.
BAföG für Schüler und Azubis
Viele denken bei BAföG zuerst an Studenten. Aber auch als Schüler oder Auszubildender kannst du unter bestimmten Umständen BAföG erhalten. Das Schüler-BAföG ist eine staatliche Förderung, die nicht zurückgezahlt werden muss – ein großer Vorteil! Ob du es bekommst, hängt von der Art deiner Ausbildung ab und auch hier spielen Einkommen und Vermögen eine Rolle.
Typischerweise kommt Schüler-BAföG für Ausbildungen in Betracht, die an Berufsfachschulen, Fachschulen, Berufskollegs oder ähnlichen Einrichtungen stattfinden, und oft ist es an den Besuch bestimmter Klassen oder Abschlüsse gekoppelt. Wenn du beispielsweise eine vollschulische Ausbildung machst, die auf einen bestimmten Berufsabschluss abzielt, solltest du dich erkundigen. Auch hier sind die Ämter für Ausbildungsförderung bei den Landkreisen oder kreisfreien Städten die richtigen Ansprechpartner. Es ist wichtig, den Unterschied zum studentischen BAföG zu kennen: Schüler-BAföG muss nicht zurückgezahlt werden, während studentisches BAföG zur Hälfte ein Darlehen ist.
Wohngeld
Gerade wenn du für deine Ausbildung ausziehen musst und eine eigene Wohnung hast, können die Mietkosten eine erhebliche Belastung sein. Hier kommt Wohngeld ins Spiel. Wohngeld ist ein staatlicher Zuschuss zu den Wohnkosten, der dir helfen kann, die Miete zu stemmen. Es ist keine spezifische Ausbildungsförderung, sondern eine allgemeine Sozialleistung, die aber auch Azubis zusteht.
Die Höhe des Wohngeldes hängt von der Anzahl der Haushaltsmitglieder, deinem Einkommen und der Höhe der Miete ab. Wenn du BAB oder BAföG beziehst, hast du in der Regel keinen Anspruch auf Wohngeld, da diese Leistungen oft schon einen Wohnkostenanteil enthalten. Es ist immer gut, sich bei der Wohngeldstelle deiner Gemeinde oder Stadt zu informieren, welche Möglichkeiten es gibt und ob du antragsberechtigt bist. Manchmal sind die Berechnungen komplex, aber ein Versuch ist es wert, denn jeder Euro zählt.
Kindergeld
Das Kindergeld ist zwar keine direkte Ausbildungsförderung im klassischen Sinne, aber für viele Auszubildende und ihre Familien ist es eine wichtige finanzielle Stütze. Deine Eltern bekommen Kindergeld in der Regel bis zu deinem 25. Lebensjahr, solange du dich in Ausbildung befindest. Es kann sein, dass deine Eltern es dir direkt weitergeben, um dich bei deinen monatlichen Ausgaben zu unterstützen.
Auch wenn du selbst bereits Einkommen aus deiner Ausbildung beziehst, haben deine Eltern unter Umständen weiterhin Anspruch auf Kindergeld. Es gibt jedoch Einkommensgrenzen, die beachtet werden müssen, vor allem wenn du eine Zweitausbildung machst oder dein Einkommen einen bestimmten Betrag übersteigt. Sprich am besten mit deinen Eltern darüber, wie das Kindergeld in eurem Haushalt geregelt ist und ob es dir als Unterstützung zugutekommt.
Wenn du mehr über die finanziellen Möglichkeiten während deiner Ausbildung erfahren möchtest, könnte der Artikel über Nebenjobs während der Ausbildung für dich interessant sein. Dort findest du hilfreiche Tipps und Informationen, wie du dir zusätzliches Geld verdienen kannst, ohne deine Ausbildung zu gefährden. Schau dir den Artikel hier an: Nebenjobs während der Ausbildung.
Fördermöglichkeiten durch Stiftungen und Programme

Abseits der staatlichen Leistungen gibt es eine Vielzahl von Stiftungen und speziellen Programmen, die Auszubildende finanziell unterstützen. Oft sind diese nicht so bekannt, aber sie können eine tolle Möglichkeit sein, an Gelder zu kommen, die nicht zurückgezahlt werden müssen.
Stipendien für Auszubildende
Stipendien sind nicht nur für Studenten gedacht! Auch als Auszubildender kannst du dich für verschiedene Stipendien bewerben. Diese werden von privaten Stiftungen, Unternehmen oder auch vom Staat vergeben. Oft sind sie an bestimmte Kriterien gebunden, zum Beispiel gute schulische Leistungen, ehrenamtliches Engagement oder besondere soziale oder familiäre Umstände.
Der große Vorteil von Stipendien ist, dass du das Geld in der Regel nicht zurückzahlen musst. Es gibt Stipendien, die einen monatlichen Betrag zur Deckung deiner Lebenshaltungskosten zahlen, andere wiederum übernehmen bestimmte Ausbildungskosten wie Lehrmaterialien oder Fahrtkosten. Es lohnt sich, online nach Stipendien für Auszubildende zu suchen. Plattformen wie mystipendium.de oder stipendiumplus.de haben oft umfangreiche Datenbanken. Lies dir die Voraussetzungen genau durch und scheue dich nicht, dich zu bewerben – manchmal sind die Kriterien flexibler als du denkst.
Unterstützung durch Berufsverbände und Kammern
Viele Berufsverbände und Handwerks- oder Industriekammern bieten eigene Förderprogramme für Auszubildende in ihrem jeweiligen Bereich an. Sie haben ein großes Interesse daran, qualifizierten Nachwuchs zu fördern und können daher finanzielle Hilfen, Sachleistungen oder auch Mentoring-Programme anbieten.
Informiere dich bei der zuständigen Kammer (z.B. IHK oder Handwerkskammer) oder bei Berufsverbänden deines Ausbildungsberufes. Manchmal gibt es spezielle Förderungen für besonders gute Leistungen in der Zwischen- oder Abschlussprüfung, oder auch Hilfen bei der Beschaffung teurer Arbeitsmaterialien oder Werkzeuge. Diese Art der Unterstützung ist oft sehr zielgerichtet und auf die Bedürfnisse des jeweiligen Berufsfeldes zugeschnitten.
Programme für besondere Zielgruppen
Es gibt auch spezielle Förderprogramme, die sich an bestimmte Zielgruppen richten. Das können zum Beispiel junge Menschen mit Migrationshintergrund, alleinerziehende Elternteile in Ausbildung, Menschen mit Behinderungen oder Auszubildende aus einkommensschwachen Familien sein.
Diese Programme sind oft darauf ausgelegt, Bildungsbarrieren abzubauen und Chancengleichheit zu fördern. Organisationen wie die Caritas, Diakonie oder andere Wohlfahrtsverbände haben oft eigene Projekte oder können dir Anlaufstellen nennen. Auch die Agentur für Arbeit hat spezifische Förderinstrumente für Menschen mit besonderen Bedürfnissen oder Vermittlungshemmnissen. Scheue dich nicht, nach solchen spezialisierten Hilfen zu fragen, wenn du dich einer dieser Gruppen zugehörig fühlst.
Darlehen und Kredite als Finanzierungsoption

Manchmal reichen Zuschüsse und Stipendien nicht aus, um alle Kosten zu decken. In solchen Fällen können Darlehen und Kredite eine Überlegung wert sein. Wichtig ist hierbei, genau hinzuschauen und die Konditionen zu verstehen, da diese Gelder in der Regel zurückgezahlt werden müssen.
KfW-Bildungskredit
Der KfW-Bildungskredit ist ein Angebot der Kreditanstalt für Wiederaufbau, einer staatlichen Förderbank. Er richtet sich an fortgeschrittene Studenten und unter bestimmten Voraussetzungen auch an Schüler in fortgeschrittenen Ausbildungsphasen. Die Konditionen sind oft günstiger als bei herkömmlichen Bankkrediten, und die Rückzahlung beginnt erst nach einer gewissen Karenzzeit, wenn du schon im Berufsleben stehst.
Der große Vorteil ist, dass der KfW-Bildungskredit unabhängig vom Einkommen der Eltern vergeben wird. Das kann eine gute Option sein, wenn du die elterliche Unterstützung nicht mehr in Anspruch nehmen kannst oder möchtest. Allerdings ist es ein Kredit, der vollständig zurückgezahlt werden muss – inklusive Zinsen. Informiere dich genau über die Zinssätze, die Rückzahlungsmodalitäten und die maximale Kreditsumme.
Bildungskredite von Banken
Neben der KfW bieten auch private Banken spezielle Bildungskredite an. Diese sind oft flexibler in Bezug auf die Auszahlungsmodalitäten und können auch für kürzere Ausbildungen oder spezifische Weiterbildungen genutzt werden. Die Konditionen können hier aber stark variieren.
Bevor du einen solchen Kredit in Erwägung ziehst, solltest du verschiedene Angebote vergleichen und genau prüfen, welche Zinssätze, Laufzeiten und Rückzahlungsbedingungen gelten. Achte darauf, dass du die monatlichen Raten nach deiner Ausbildung auch wirklich tragen kannst. Ein sorgfältiger Vergleich und gegebenenfalls eine Beratung durch eine unabhängige Schuldnerberatung oder Verbraucherzentrale können hier sehr hilfreich sein.
Arbeitgeberdarlehen oder Vorschüsse
Manche Unternehmen bieten ihren Auszubildenden die Möglichkeit eines Darlehens oder eines Vorschusses an, insbesondere wenn es um Anschaffungen geht, die direkt mit der Ausbildung zu tun haben (z.B. ein Laptop, spezielle Werkzeuge oder Fahrtkosten). Das ist natürlich stark vom Arbeitgeber abhängig und eher die Ausnahme als die Regel.
Wenn dein Ausbildungsbetrieb solche Möglichkeiten anbietet, frage nach den Konditionen. Oft sind diese Darlehen zinslos oder haben sehr moderate Zinsen und können direkt vom Ausbildungsgehalt abgezogen werden. Das kann eine unbürokratische und schnelle Hilfe sein, wenn du kurzfristig Geld brauchst.
Finanzplanung und zusätzliche Einkommensquellen
Finanzielle Unterstützung ist die eine Seite, aber auch eine gute Finanzplanung und das Wissen um zusätzliche Einkommensmöglichkeiten sind entscheidend, um deine Ausbildungszeit gut zu überstehen.
Dein Ausbildungsgehalt clever nutzen
Dein Ausbildungsgehalt ist die primäre Einnahmequelle während deiner Ausbildung. Auch wenn es am Anfang vielleicht nicht viel ist, ist es wichtig, dass du lernst, damit umzugehen. Erstelle einen monatlichen Haushaltsplan. Liste alle festen Ausgaben auf (Miete, Strom, Handy, Versicherungen, ÖPNV-Ticket) und schau, was übrig bleibt.
Plane auch Geld für variable Ausgaben wie Essen, Freizeitaktivitäten oder Kleidung ein. Ein kleiner Puffer für unvorhergesehene Ausgaben ist auch immer eine gute Idee. Es mag spießig klingen, aber ein Haushaltsbuch oder eine entsprechende App kann dir wirklich helfen, den Überblick zu behalten und Sparpotenziale zu entdecken. Jede Sparte, die du findest, entlastet dich und reduziert den Druck, zusätzliche Unterstützung finden zu müssen.
Nebenjobs – was ist erlaubt und sinnvoll?
Ein Nebenjob kann eine gute Möglichkeit sein, dein Einkommen aufzubessern. Allerdings gibt es hier ein paar wichtige Dinge zu beachten:
- Arbeitszeit: Während der Ausbildung sind die Arbeitszeiten gesetzlich geregelt. Du darfst eine bestimmte Wochenstundenzahl nicht überschreiten. Dein Nebenjob darf deine Ausbildung nicht beeinträchtigen. Sprich unbedingt mit deinem Ausbilder oder Betrieb darüber, bevor du einen Nebenjob annimmst.
- Genehmigung: In vielen Ausbildungsverträgen ist geregelt, dass du einen Nebenjob von deinem Ausbildungsbetrieb genehmigen lassen musst. Das dient dazu, dass deine Leistungsfähigkeit nicht leidet und keine Interessenkonflikte entstehen.
- Steuern und Sozialabgaben: Informiere dich, wie sich dein Nebenjob auf deine Steuern und Sozialabgaben auswirkt. Es gibt Freigrenzen, bis zu denen dein Einkommen steuerfrei bleibt, aber darüber hinaus können Abzüge anfallen.
- Fokus auf die Ausbildung: Dein Hauptaugenmerk sollte immer auf der Ausbildung liegen. Ein zu anstrengender Nebenjob kann sich negativ auf deine schulischen Leistungen und deine Gesundheit auswirken. Überlege genau, ob du die zusätzliche Belastung stemmen kannst.
Ein Minijob, bei dem du nicht mehr als 538 Euro im Monat verdienst (Stand 2024), ist oft eine gute Option, da er in der Regel sozialversicherungsfrei ist.
Steuervorteile für Auszubildende
Auch wenn du als Azubi noch nicht viel verdienst, kannst du unter Umständen schon von Steuervorteilen profitieren. Bestimmte Ausgaben, die direkt mit deiner Ausbildung zusammenhängen, können steuerlich abgesetzt werden. Dazu gehören zum Beispiel:
- Fahrtkosten: Die Fahrten zur Berufsschule oder zum Ausbildungsbetrieb können als Werbungskosten geltend gemacht werden.
- Arbeitsmittel: Kosten für Bücher, Schreibmaterialien, Laptop (wenn beruflich notwendig) oder spezielle Arbeitskleidung können abzugsfähig sein.
- Umzugskosten: Wenn du für die Ausbildung umziehen musstest, können auch hier unter Umständen Kosten abgesetzt werden.
Es lohnt sich, einmal im Jahr eine Steuererklärung abzugeben, auch wenn du noch keine Steuern zahlen musstest. Oft bekommst du dann eine kleine Erstattung. Die Lohnsteuerhilfevereine oder ein Steuerberater können dir dabei helfen, alle relevanten Posten zu erfassen.
Wenn du mehr über die verschiedenen Möglichkeiten der finanziellen Unterstützung während deiner Ausbildung erfahren möchtest, empfehle ich dir, diesen Artikel zu lesen. Dort findest du hilfreiche Informationen, die dir helfen können, deine finanzielle Situation während der Ausbildungszeit zu verbessern. Es ist wichtig, gut informiert zu sein, um die besten Entscheidungen für deine Zukunft zu treffen.
Beratung und Anlaufstellen
| Art der Unterstützung | Beschreibung | Maximaler Betrag | Voraussetzungen |
|---|---|---|---|
| BAföG | Staatliche Ausbildungsförderung für Schüler und Studenten | ca. 861 Euro monatlich | Deutsche Staatsangehörigkeit, finanzielle Bedürftigkeit, Ausbildung an anerkannten Schulen |
| Ausbildungsvergütung | Gehalt während der dualen Ausbildung vom Ausbildungsbetrieb | zwischen 600 und 1.200 Euro monatlich | Abhängig vom Ausbildungsberuf und Ausbildungsjahr |
| Bildungskredit | Kredit zur Finanzierung der Ausbildungskosten | bis zu 7.200 Euro insgesamt | Volljährige Auszubildende, die BAföG nicht oder nicht vollständig erhalten |
| Wohngeld | Unterstützung bei den Wohnkosten während der Ausbildung | abhängig von Einkommen und Mietkosten | Nachweis über Mietvertrag und Einkommen |
| Stipendien | Finanzielle Förderung durch Stiftungen oder Organisationen | variabel, oft monatlich 300 bis 1.000 Euro | Leistungsnachweis, soziales Engagement oder besondere Begabungen |
Bei all den Möglichkeiten kann es schnell unübersichtlich werden. Deswegen ist es wichtig, dass du weißt, wo du kompetente Beratung bekommst. Scheue dich nicht, Hilfe in Anspruch zu nehmen!
Agentur für Arbeit
Die Agentur für Arbeit ist eine zentrale Anlaufstelle für alle Fragen rund um Ausbildung und Beruf. Hier bekommst du nicht nur Informationen zur Berufsausbildungsbeihilfe (BAB), sondern auch allgemeine Beratung zur Berufswahl, zu freien Ausbildungsplätzen und weiteren Fördermöglichkeiten.
Vereinbare einen Termin bei einem Berufsberater. Diese Experten können dir oft individuelle Tipps geben, welche Förderungen für deine spezifische Situation infrage kommen und dir bei den Anträgen helfen. Sie haben einen guten Überblick über den Ausbildungsmarkt und die verschiedenen Unterstützungsprogramme.
Ausbildungsberatung der Kammern (IHK, Handwerkskammer)
Die Industrie- und Handelskammern (IHK) und die Handwerkskammern (HWK) sind ebenfalls wichtige Ansprechpartner. Sie sind für die Betreuung der Ausbildungsverhältnisse in ihren jeweiligen Bereichen zuständig und bieten eine umfassende Ausbildungsberatung an.
Hier kannst du nicht nur Fragen zu deinem Ausbildungsvertrag oder rechtlichen Aspekten stellen, sondern oft auch Informationen zu speziellen Förderprogrammen oder Stipendien erhalten, die von der Kammer selbst oder angeschlossenen Organisationen angeboten werden. Sie kennen sich sehr gut mit den spezifischen Anforderungen und Fördermöglichkeiten deines Ausbildungsberufes aus.
Sozialämter und Jugendämter
In besonderen Notlagen oder wenn du minderjährig bist und Unterstützung benötigst, können auch das Sozialamt oder das Jugendamt der Stadt oder Gemeinde Anlaufstellen sein. Das Jugendamt kann zum Beispiel Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts für junge Volljährige bis 27 Jahre unter bestimmten Bedingungen erbringen, wenn andere Hilfen nicht greifen.
Das Sozialamt ist zuständig für allgemeine Sozialleistungen. Auch wenn diese nicht primär für Auszubildende gedacht sind, können sie in Ausnahmesituationen eine Rolle spielen. Diese Ämter können dir auch dabei helfen, andere Leistungen zu beantragen oder dich an die richtigen Stellen weiterverweisen.
Verbraucherzentralen und Schuldnerberatungen
Wenn du Schwierigkeiten hast, deine Finanzen zu ordnen, oder über die Aufnahme eines Darlehens nachdenkst, sind die Verbraucherzentralen eine hervorragende Anlaufstelle. Sie bieten unabhängige Beratung zu allen Finanzthemen an und können dir helfen, deine Rechte und Pflichten zu verstehen.
Solltest du bereits finanzielle Schwierigkeiten haben oder befürchten, Schulden anzuhäufen, ist eine Schuldnerberatung der richtige Ort. Diese Beratungsstellen helfen dir kostenlos und vertraulich, einen Überblick über deine Finanzen zu bekommen und Lösungswege zu finden, damit du finanziell wieder auf die Beine kommst. Es ist wichtig, frühzeitig Hilfe in Anspruch zu nehmen, bevor sich Probleme verfestigen.
Deine Ausbildung ist eine Investition in deine Zukunft. Es gibt viele Wege, diese Investition finanziell abzusichern. Es erfordert ein bisschen Eigeninitiative und manchmal auch Geduld bei der Bürokratie, aber es lohnt sich, jede Möglichkeit zu prüfen. Du hast die Kontrolle über deine finanzielle Zukunft – nutze die Unterstützung, die dir zusteht!