Die Azubi-Steuererklärung: Deine Chance zur Steuerrückerstattung
Als Auszubildender stehst du am Beginn deiner beruflichen Laufbahn. Viele Gedanken kreisen um deine Ausbildung, deinen neuen Lebensabschnitt und die Finanzen. Ein Thema, das oft übersehen wird, aber finanzielle Vorteile mit sich bringen kann, ist die Steuererklärung. Vielleicht denkst du, das sei nur etwas für „richtige“ Berufstätige, doch weit gefehlt: Auch du als Azubi hast die Möglichkeit, eine Steuererklärung abzugeben und unter Umständen eine beträchtliche Steuerrückerstattung zu erhalten. Dieser Leitfaden soll dir aufzeigen, wie du deine Azubi-Steuererklärung optimieren und somit das Maximum aus deinen Finanzen herausholen kannst. Sie ist kein kompliziertes Geheimnis, sondern ein Werkzeug, das dir zur Verfügung steht.
Die meisten Azubis zahlen Lohnsteuer, Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag. Diese Abzüge erfolgen direkt von deinem Bruttolohn. Am Ende des Jahres kann es jedoch sein, dass du zu viel Steuern gezahlt hast, weil bestimmte Freibeträge oder absetzbare Kosten nicht berücksichtigt wurden. Eine Steuererklärung ist deine Gelegenheit, diese zu viel gezahlten Steuern zurückzufordern. Es ist, als würdest du zu viel gezahltes Wechselgeld an der Kasse zurückfordern – nur eben vom Finanzamt.
Das Prinzip der Steuerrückerstattung
Dein Arbeitgeber führt monatlich einen Pauschalbetrag an Steuern an das Finanzamt ab, basierend auf deiner Steuerklasse. Diese Vorauszahlung berücksichtigt jedoch nicht individuelle Ausgaben, die du als Azubi hast. Durch eine Steuererklärung gibst du dem Finanzamt detaillierte Informationen über deine Einnahmen und Ausgaben, woraufhin es eine genaue Berechnung deiner tatsächlichen Steuerschuld vornimmt. Ist diese geringer als die bereits gezahlten Vorauszahlungen, erhältst du die Differenz zurück. Dein Azubi-Gehalt ist meist nicht so hoch, dass du große Summen an Steuern zahlen müsstest, aber auch kleine Erstattungen sind willkommen und können einen Unterschied machen.
Die Vorteile im Überblick
- Finanzielle Rückerstattung: Der offensichtlichste Vorteil ist das Geld, das du zurückbekommst. Das können schnell mehrere hundert Euro sein.
- Keine Verpflichtung zur Abgabe: In den meisten Fällen bist du als Azubi nicht zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Das bedeutet, du kannst sie freiwillig abgeben und hast nichts zu verlieren.
- Lerneffekt und Überblick: Du setzt dich mit deinen Finanzen auseinander, lernst die Grundlagen des deutschen Steuersystems kennen und bekommst einen besseren Überblick über deine Einnahmen und Ausgaben. Dies ist eine wertvolle Fähigkeit für dein späteres Berufsleben.
- Fristen: Du hast vier Jahre Zeit, deine freiwillige Steuererklärung abzugeben. Für das Steuerjahr 2023 kannst du die Erklärung also noch bis Ende 2027 einreichen. Viel Zeit zum Sammeln deiner Belege und zum Erstellen der Erklärung.
Wenn du mehr darüber erfahren möchtest, wie du deine Finanzen während der Ausbildungszeit im Griff behältst, empfehle ich dir, diesen Artikel zu lesen: Azubi Finanzen im Griff: So bleibst du entspannt durch die Ausbildungszeit. Dort findest du hilfreiche Tipps und Strategien, die dir helfen können, deine Steuererklärung und andere finanzielle Aspekte besser zu verstehen.
Welche Kosten du als Azubi absetzen kannst
Der Schlüssel zu einer hohen Steuerrückerstattung liegt in der Angabe aller absetzbaren Kosten. Diese Ausgaben mindern dein zu versteuerndes Einkommen. Je geringer dieses ist, desto weniger Steuern musst du zahlen. Im Kontext der Ausbildung gibt es viele Posten, die du geltend machen kannst. Stell dir vor, du sammelst kleine Puzzleteile, die am Ende ein großes Bild ergeben – das Bild deiner Steuerrückerstattung.
Werbungskosten
Werbungskosten sind alle Ausgaben, die dir im Zusammenhang mit deiner Ausbildung entstehen. Auch wenn du als Azubi oft noch bei deinen Eltern wohnst und wenig verdienst, können sich hier schon einige Posten ansammeln.
Fahrtkosten
- Fahrten zur Ausbildungsstätte: Dies ist oft der größte Posten. Du kannst die Fahrten zur Berufsschule und zum Ausbildungsbetrieb geltend machen. Dabei ist es unerheblich, ob du mit dem Auto, dem Fahrrad, den öffentlichen Verkehrsmitteln fährst oder zu Fuß gehst. Für jeden gefahrenen Kilometer der einfachen Strecke kannst du 0,30 Euro in der Regel ansetzen (ab dem 21. Kilometer 0,38 Euro). Bei öffentlichen Verkehrsmitteln zählen die tatsächlichen Kosten. Sammle hierfür Belege (Fahrscheine, Abos).
- Fahrten zu Lerngruppen oder Bibliotheken: Auch wenn du dich mit Mitschülern zum Lernen triffst oder eine Bibliothek besuchst, um Lernmaterialien zu recherchieren, kannst du die Fahrtkosten absetzen.
Arbeitsmittel
- Fachliteratur und Lernmaterialien: Bücher, Skripte, Zeitschriften, die du für deine Ausbildung benötigst, sind absetzbar. Auch Kosten für Nachschlagewerke oder Online-Lernplattformen können dazugehören.
- Büromaterial: Stifte, Blöcke, Ordner, Hefter – alles, was du für deine Ausbildung an Schreimaterial benötigst.
- Computer und Software: Wenn du einen Computer oder spezielle Software für deine Ausbildung anschaffen musstest, können diese Kosten unter bestimmten Umständen abgesetzt werden. Je nach Wert wird der Computer entweder sofort oder über mehrere Jahre abgeschrieben. Die private Nutzung muss hierbei entsprechend berücksichtigt werden (z.B. 50% private Nutzung, 50% berufliche Nutzung).
- Werkzeuge und Schutzkleidung: Solltest du ausbildungsbedingt bestimmte Werkzeuge oder Schutzkleidung (z.B. Sicherheitsschuhe, Arbeitskittel) selbst kaufen müssen, gehören auch diese zu den absetzbaren Werbungskosten.
Bewerbungskosten
- Bewerbungsmappen und Porto: Hast du vor deiner Ausbildung Bewerbungen verschickt, kannst du die Kosten dafür geltend machen.
- Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen: Fahrten zu Vorstellungsgesprächen sind ebenfalls absetzbar. Denk daran, entsprechende Belege und Einladungen aufzubewahren.
Kontoführungsgebühren
- Pauschale von 16 Euro: Auch wenn es eine kleine Summe ist, kannst du deine Kontoführungsgebühren pauschal mit 16 Euro pro Jahr ansetzen. Dies ist eine sogenannte Nichtbeanstandungsgrenze des Finanzamts, bis zu der keine Nachweise verlangt werden.
Umzugskosten
- Umzug wegen der Ausbildung: Wenn du für deine Ausbildung umziehst, können die Umzugskosten unter bestimmten Voraussetzungen als Werbungskosten oder Betriebsausgaben abgesetzt werden. Hierzu gehören Transportkosten, doppelte Mietzahlungen oder Maklergebühren.
Sonderausgaben
Sonderausgaben sind private Ausgaben, die der Gesetzgeber aus verschiedenen Gründen steuerlich begünstigt.
Krankenkassenbeiträge
- Basiskrankenversicherung: Hast du Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung selbst getragen (z.B. als freiwillig Versicherter oder durch bestimmte Zusatztarife), kannst du diese als Sonderausgaben geltend machen. Die meisten Azubis sind jedoch familienversichert oder die Beiträge werden direkt vom Gehalt abgeführt. Relevant ist hier, dass Beiträge zur Basiskrankenversicherung unbegrenzt abzugsfähig sind.
- Zusatzversicherungen: Beiträge zu Zusatzversicherungen (z.B. Zahnzusatzversicherung) können ebenfalls abgesetzt werden, jedoch nur im Rahmen eines Höchstbetrags von 1.900 Euro pro Jahr (für Arbeitnehmer).
Beiträge zu Berufsunfähigkeits- oder Haftpflichtversicherungen
- Weitere Versicherungen: Wenn du eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine private Haftpflichtversicherung abgeschlossen hast, kannst du die Beiträge dazu ebenfalls als Sonderausgaben angeben. Diese fallen unter den gleichen Höchstbetrag wie die Zusatzversicherungen.
Spenden
- Spenden an gemeinnützige Organisationen: Wenn du im Jahr Spenden (geldlich oder sachlich) getätigt hast, kannst du diese ebenfalls als Sonderausgaben absetzen. Wichtig ist hierfür eine Spendenbescheinigung.
Welche Formulare du benötigst und wie du vorgehst
Der Gedanke an Formulare und Behördendeutsch kann entmutigend wirken. Doch keine Sorge: Du musst kein Steuerprofi sein, um deine Steuererklärung erfolgreich einzureichen. Die benötigten Formulare sind überschaubar und die Software oder Online-Plattformen helfen dir durch den Prozess.
Die erforderlichen Unterlagen
Bevor du mit der eigentlichen Erklärung beginnst, sammle alle relevanten Dokumente und Belege. Denk daran: Jeder Beleg ist wie ein kleiner Schatz, der zu deiner Rückerstattung beitragen kann.
- Lohnsteuerbescheinigung: Diese erhältst du von deinem Arbeitgeber spätestens im Februar des Folgejahres. Sie enthält alle Angaben zu deinem Gehalt und den bereits abgeführten Steuern.
- Belege für Fahrtkosten: Fahrscheine, Abos für öffentliche Verkehrsmittel. Wenn du das Auto benutzt, Notizen zu den gefahrenen Kilometern.
- Kaufbelege: Rechnungen für Arbeitsmittel (Bücher, Software, Werkzeuge, etc.).
- Bewerbungsunterlagen: Kopien der Bewerbungen, Quittungen für Porto oder Bewerbungsmappen.
- Versicherungsnachweise: Bescheinigungen über gezahlte Beiträge zu Versicherungen.
- Spendenbescheinigungen: Wenn du gespendet hast.
Die Wahl des richtigen Weges
Du hast verschiedene Möglichkeiten, deine Steuererklärung zu erstellen und einzureichen. Jede Methode hat ihre Vor- und Nachteile.
ELSTER: Die offizielle Online-Plattform
- Kostenlos: ELSTER ist die kostenlose Online-Plattform des Finanzamtes. Hier kannst du deine Steuererklärung direkt digital erstellen und übermitteln.
- Direkter Draht zum Finanzamt: Du sendest deine Daten direkt an das Finanzamt.
- Komplexität: Für Anfänger kann ELSTER anfangs etwas unübersichtlich wirken. Die Formulierung der Fragen richtet sich an steuerkundige Personen.
Steuer-Software und Online-Anbieter
- Benutzerfreundlichkeit: Viele kommerzielle Steuer-Softwares (z.B. WISO Steuer, Taxman) oder Online-Anbieter (z.B. Smartsteuer, Taxfix) sind auf Benutzerfreundlichkeit ausgelegt. Sie führen dich Schritt für Schritt durch die Erklärung, stellen einfache Fragen und geben Tipps.
- Kostenpflichtig: Diese Dienste kosten in der Regel eine geringe Gebühr. Oft ist die Nutzung aber kostenlos, wenn du unter einer bestimmten Einkommensgrenze bleibst oder bei der ersten Nutzung.
- Fehlerminimierung: Die Programme prüfen deine Eingaben auf Plausibilität und zeigen dir mögliche Fehler oder vergessene Posten an. Dies ist besonders hilfreich, wenn du zum ersten Mal eine Steuererklärung machst.
Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein
- Professionelle Hilfe: Wenn du unsicher bist oder eine besonders komplexe Situation vorliegt (was als Azubi eher selten ist), kannst du die Hilfe eines Steuerberaters oder eines Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch nehmen.
- Kosten: Diese Dienstleistungen sind mit Gebühren verbunden. Für Azubis mit geringem Einkommen könnten die Kosten die potenzielle Rückerstattung übersteigen, daher sollte dies gut abgewogen werden.
Besondere Regelungen für Azubis und Zweitausbildung
Das deutsche Steuerrecht unterscheidet zwischen Erst- und Zweitausbildung. Diese Unterscheidung ist entscheidend für die Absetzbarkeit von Kosten, denn sie hat Einfluss darauf, ob du deine Ausgaben als Werbungskosten oder Sonderausgaben geltend machen kannst. Dies ist ein wichtiger Mechanismus, der deine Rückerstattung beeinflussen kann.
Erstausbildung vs. Zweitausbildung
- Erstausbildung: Als Erstausbildung gilt jede Ausbildung, die du nach dem Abitur oder Schulabschluss beginnst und die dich auf einen Beruf vorbereitet. Hierbei spielen die Kosten eine Rolle: Sie können nur bis zu einem Höchstbetrag von 6.000 Euro pro Jahr als Sonderausgaben abgesetzt werden. Ein Verlustvortrag, der bei Werbungskosten möglich ist, ist hier nicht zulässig. Das bedeutet, wenn du in einem Jahr mehr Ausgaben hattest, als du Einkommen hattest (und somit keine Steuern gezahlt hast), können diese Ausgaben nicht in die Zukunft übertragen und mit späteren Einkünften verrechnet werden.
- Zweitausbildung: Eine Zweitausbildung liegt vor, wenn du bereits eine abgeschlossene Berufsausbildung oder ein abgeschlossenes Studium hast und nun eine weitere Ausbildung beginnst. In diesem Fall können alle deine Ausbildungskosten, ähnlich wie bei einem regulären Angestellten, als unbegrenzte Werbungskosten angesetzt werden. Der große Vorteil hierbei ist der Verlustvortrag.
Der Verlustvortrag: Dein Ass im Ärmel
Der Verlustvortrag ist für Azubis in ihrer Zweitausbildung besonders wichtig. Da du während der Ausbildung oft wenig verdienst, können deine absetzbaren Kosten im Jahr höher sein als dein zu versteuerndes Einkommen. Dadurch entsteht ein steuerlicher Verlust.
Wie der Verlustvortrag funktioniert
Angenommen, du hast in einem Jahr 5.000 Euro verdient und 6.000 Euro an Werbungskosten gehabt. Obwohl du keine Steuern gezahlt hast, entsteht ein Verlust von 1.000 Euro. Diesen Verlust kannst du in zukünftige Steuerjahre „mitnehmen“ (vortragen). Sobald du nach der Ausbildung ein höheres Einkommen hast und steuerpflichtig wirst, wird dieser vorgetragene Verlust von deinem zukünftigen Einkommen abgezogen. Das senkt dein zu versteuerndes Einkommen in den ersten Berufsjahren erheblich und führt zu einer höheren Steuerrückerstattung. Es ist, als würdest du eine Schuldenliste führen, die dann mit deinen zukünftigen Einnahmen verrechnet wird.
Beispiel zum Verlustvortrag
Du schließt deine Ausbildung ab und verdienst im ersten Berufsjahr 30.000 Euro. Du hast in den drei Jahren deiner Zweitausbildung einen Verlustvortrag von insgesamt 10.000 Euro aufgebaut. Dieser Betrag wird nun von deinem zu versteuernden Einkommen in den ersten Jahren deines Berufslebens abgezogen, wodurch du bei einem Einkommen von 30.000 Euro nur 20.000 Euro versteuern musst. Das kann dir eine beträchtliche Ersparnis bringen.
Wenn du dich mit deiner Azubi Steuererklärung auseinandersetzt, könnte es hilfreich sein, auch einen Blick auf nützliche Finanz-Apps zu werfen, die dir helfen, deine Finanzen besser zu organisieren. In einem verwandten Artikel findest du fünf Apps, die dir dabei helfen können, den Überblick über deine Ausgaben zu behalten und deine finanzielle Situation zu verbessern. So bist du bestens vorbereitet, wenn es darum geht, deine Steuererklärung zu machen.
Häufig gestellte Fragen und Tipps für deine Azubi-Steuererklärung
| Kategorie | Metric |
|---|---|
| Einkommen | Bruttoeinkommen |
| Ausgaben | Ausbildungskosten |
| Abzüge | Werbungskosten |
| Erstattung | Steuererstattung |
Auch wenn du dich mit dem Thema auseinandersetzt, können noch Fragen auftauchen. Hier sind einige typische Unklarheiten und wichtige Tipps, die dir den Prozess erleichtern. Betrachte diese Ratschläge als Wegweiser auf deiner Reise durch den Steuerdschungel.
Wann lohnt sich die Abgabe der Steuererklärung?
Die Steuererklärung lohnt sich für dich immer, wenn du in einem Jahr Lohnsteuer gezahlt hast und absetzbare Kosten hattest. Auch wenn du keine Verpflichtung hast, solltest du die Gelegenheit nutzen. Gerade als Azubi sind die Hürden gering und die möglichen Rückerstattungen können einen spürbaren Unterschied für dein Budget machen. Auch der Aufbau eines Verlustvortrags ist ein starkes Argument.
Was ist der Arbeitnehmer-Pauschbetrag?
Der Arbeitnehmer-Pauschbetrag ist ein fester Betrag von derzeit 1.230 Euro (Stand 2023), den das Finanzamt automatisch als Werbungskosten ohne Nachweise abzieht. Du musst also keine Belege für deine Werbungskosten einreichen, wenn diese den Pauschbetrag nicht übersteigen. Wenn deine tatsächlichen Werbungskosten jedoch höher sind, lohnt es sich, diese detailliert aufzulisten und die Belege einzureichen. Behalte den Überblick über deine Ausgaben, um zu sehen, ob du über diesem Betrag liegst.
Was tun bei fehlenden Belegen?
Keine Panik, wenn ein Beleg mal verloren gegangen ist. Das Finanzamt akzeptiert manchmal auch Glaubhaftmachungen, zum Beispiel durch Kontoauszüge oder Eigenaufzeichnungen. Bei Fahrtkosten, die du mit dem eigenen PKW zurücklegst, sind Eigenaufzeichnungen (Notizen über gefahrene Kilometer) völlig ausreichend. Sprich im Zweifelsfall mit dem Finanzamt oder einem Lohnsteuerhilfeverein.
Fristen beachten
Auch wenn du als Azubi meist nicht zur Abgabe verpflichtet bist und vier Jahre Zeit für eine freiwillige Erklärung hast, ist es ratsam, die Erklärung zeitnah nach Erhalt deiner Lohnsteuerbescheinigung zu erstellen. So hast du alle Informationen frisch im Kopf und die Belege sind noch auffindbar.
Tipp: Ordner anlegen
Lege dir einen Ordner an, in dem du alle relevanten Unterlagen für deine Steuererklärung sammelst. Das können Lohnsteuerbescheinigungen, Mietverträge, Kontoauszüge, Rechnungen und alle anderen Belege sein, die für deine Steuererklärung von Bedeutung sein könnten. Eine gute Organisation erleichtert dir die jährliche Erstellung der Erklärung und spart dir viel Zeit und Nerven. So hast du alles an einem Ort und nichts geht verloren.
Auch Kleinvieh macht Mist
Denke daran, dass auch kleine Beträge sich summieren. Jeder einzelne Bon für Fachliteratur, jeder Fahrschein und jede Bewerbungsmappe trägt dazu bei, deine Steuerschuld zu mindern und somit deine Rückerstattung zu erhöhen. Es mag sich mühsam anfühlen, aber die Summe der kleinen Teile ergibt am Ende ein Ganzes, das sich lohnt.
Fazit
Die Azubi-Steuererklärung ist eine Chance, die du nutzen solltest. Sie bietet dir die Möglichkeit, zu viel gezahlte Steuern zurückzuerhalten, und dient gleichzeitig als wertvolle Übung für deine spätere finanzielle Eigenverantwortung. Scheue dich nicht vor der Bürokratie, sondern sieh es als Investment in deine Finanzen. Mit ein wenig Recherche, den richtigen Unterlagen und vielleicht der Unterstützung einer Software oder eines Lohnsteuerhilfevereins, kannst du deine Azubi-Steuererklärung optimieren und dir am Ende des Jahres über eine willkommene Finanzspritze freuen. Es ist dein Geld, das dir zusteht – hol es dir zurück!
FAQs
Was ist eine Azubi Steuererklärung?
Eine Azubi Steuererklärung ist eine Steuererklärung, die du als Auszubildender einreichst, um möglicherweise zu viel gezahlte Steuern zurückzuerhalten.
Wann sollte ich als Azubi eine Steuererklärung einreichen?
Du solltest eine Steuererklärung einreichen, wenn du im vergangenen Jahr Einkommen hattest und Steuern gezahlt hast. Dies gilt auch für Auszubildende.
Welche Kosten kann ich als Azubi in meiner Steuererklärung geltend machen?
Als Azubi kannst du beispielsweise Kosten für Fachliteratur, Arbeitsmittel, Fahrtkosten zur Berufsschule und Prüfungsgebühren geltend machen.
Wie reiche ich als Azubi eine Steuererklärung ein?
Du kannst deine Steuererklärung entweder selbst über das Elster-Portal online einreichen oder die Hilfe eines Steuerberaters in Anspruch nehmen.
Was passiert, wenn ich als Azubi keine Steuererklärung einreiche?
Wenn du als Azubi keine Steuererklärung einreichst, verzichtest du möglicherweise auf die Möglichkeit, zu viel gezahlte Steuern zurückzuerhalten. Außerdem kann es zu einer Versäumnisgebühr kommen, wenn du zur Abgabe verpflichtet bist.