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Steuern Azubi: Tipps und Tricks für deine Steuererklärung

Du stehst am Anfang deiner beruflichen Laufbahn als Azubi und plötzlich taucht ein Thema auf, das dir vielleicht Kopfzerbrechen bereitet: die Steuererklärung. Viele empfinden es als ein Mysterium, ein undurchdringliches Dickicht aus Paragraphen und Formularen. Doch keine Sorge, mit ein paar grundlegenden Kenntnissen und den richtigen Tipps wird die Steuererklärung für dich nicht zur Belastung, sondern zu einer Chance, Geld vom Finanzamt zurückzuholen. Betrachte es als ein Spiel, bei dem du die Regeln lernst, um am Ende als Gewinner dazustehen.

Für viele Azubis ist der Gedanke an eine Steuererklärung eher abschreckend. Im ersten Moment denkst du vielleicht: „Ich verdiene doch gar nicht so viel, das lohnt sich doch nicht.“ Doch diese Annahme ist oft ein Trugschluss. Selbst mit einem geringen Einkommen können sich etliche Ausgaben ansammeln, die das Finanzamt als abzugsfähig anerkennt. Stell dir vor, du pflanzt einen Samen – die Steuererklärung. Mit der richtigen Pflege kann daraus eine stattliche Rendite erwachsen.

1.1. Das Prinzip der Lohnsteuererstattung

Du zahlst jeden Monat Lohnsteuer, Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Diese Beträge sind vorläufige Zahlungen auf deine voraussichtliche Jahressteuerschuld. Am Ende des Jahres, wenn du deine Steuererklärung einreichst, rechnet das Finanzamt genau nach. Oft hat dein Arbeitgeber zu viel Lohnsteuer abgeführt, weil er pauschale Annahmen treffen muss und deine individuellen Abzüge nicht kennt. Hier setzt die Steuererklärung an: Du machst deine tatsächlichen Ausgaben geltend und erhältst die zu viel gezahlte Steuer zurück. Es ist, als würdest du ein zu großes Stück Kuchen bekommen und am Ende die Überreste zurückgeben, nur dass es hier um Geld geht, das du zurückbekommst.

1.2. Werbungskosten: Dein Schlüssel zur Erstattung

Der Hauptgrund, warum sich eine Steuererklärung für dich als Azubi lohnt, sind die Werbungskosten. Das sind alle Aufwendungen, die dir zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung deiner Einnahmen entstehen. Und da kommt im Laufe eines Ausbildungsjahres einiges zusammen. Das Finanzamt berücksichtigt pauschal einen sogenannten Arbeitnehmer-Pauschbetrag von 1.230 Euro (Stand 2023). Das bedeutet, selbst wenn du keine Belege für Werbungskosten hast, wird dir dieser Betrag automatisch angerechnet. Übersteigst du diesen Betrag, lohnt es sich, alle deine Ausgaben detailliert aufzulisten. Betrachte den Pauschbetrag als eine Art Freifahrtschein; alles, was darüber hinausgeht, ist dein Bonus.

Wenn du mehr über das Finanzmanagement während deiner Ausbildung erfahren möchtest, empfehle ich dir, diesen Artikel zu lesen: Finanzmanagement während der Ausbildung: Tipps und Tools für Auszubildende. Dort findest du nützliche Tipps und Tools, die dir helfen können, deine Finanzen besser zu verwalten und während deiner Ausbildungszeit den Überblick zu behalten.

2. Welche Ausgaben du als Azubi absetzen kannst

Nun kommen wir zum Herzstück deiner Steuererklärung: den abzugsfähigen Ausgaben. Diese Posten sind Gold wert, denn sie mindern dein zu versteuerndes Einkommen und erhöhen deine Erstattung. Denk daran: Jeder Cent, den du als Werbungskosten geltend machen kannst, ist ein Cent, der dein Steuerrad in die richtige Richtung dreht.

2.1. Fahrtkosten zur Ausbildungsstätte und Berufsschule

Dies ist oft der größte Posten. Egal ob du mit dem Auto, dem Motorrad, dem Fahrrad, den öffentlichen Verkehrsmitteln oder sogar zu Fuß zur Arbeit oder Berufsschule gelangst – die Kosten dafür kannst du absetzen.

2.1.1. Entfernungspauschale

Für jeden Arbeitstag kannst du 0,30 Euro pro Kilometer für die einfache Strecke zwischen deiner Wohnung und deiner ersten Tätigkeitsstätte (deinem Ausbildungsbetrieb) ansetzen. Ab dem 21. Kilometer steigt die Pauschale auf 0,38 Euro. Achtung: Nicht der Hin- und Rückweg, sondern nur die einfache Entfernung zählt. Du musst keine tatsächlichen Kosten nachweisen, es reicht die Angabe der Anzahl der Arbeitstage und der Kilometer. Das ist eine große Vereinfachung, fast wie ein festes Rezept, dem du nur noch die Zutaten hinzufügen musst.

2.1.2. Fahrtkosten zur Berufsschule und für Fahrten im Rahmen deiner Ausbildung

Fahrten zur Berufsschule sind separate Dienstfahrten und können grundsätzlich mit 0,30 Euro pro gefahrenem Kilometer (Hin- und Rückfahrt) angesetzt werden. Auch Fahrten zu externen Lehrgängen, Praktika oder Kundenbesuchen im Auftrag des Betriebs zählen hierzu. Hier zählt jeder gefahrene Kilometer, was ein erheblicher Unterschied zur Entfernungspauschale ist.

2.2. Kosten für Arbeitsmittel

Alles, was du für deine Ausbildung benötigst und selbst bezahlst, kannst du absetzen.

2.2.1. Berufsbezogene Fachliteratur und Software

Kaufst du Fachbücher, Zeitschriften oder spezifische Software, die für deine Ausbildung relevant ist? Bewahre die Belege auf! Dies können wichtige Bausteine in deinem Kostenpuzzle sein.

2.2.2. Werkzeuge und Materialien

Als Handwerker-Azubi fallen oft Kosten für eigene Werkzeuge an. Auch Büromaterialien wie Stifte, Blöcke oder ein Ordner für deine Unterlagen können abzugsfähig sein. Denk an deine Schreibtischutensilien – jeder einzelne Stift mag wenig erscheinen, aber in der Summe kann es sich lohnen.

2.2.3. Berufskleidung

Spezielle Arbeitskleidung, die du ausschließlich beruflich nutzen kannst (z.B. Sicherheitsschuhe, Blaumann, Arztkittel), ist abzugsfähig. Der Anzug für den Bank-Azubi, der auch privat getragen werden könnte, leider nicht.

2.2.4. Computer und Zubehör

Hast du dir für die Ausbildung einen neuen Computer oder Laptop angeschafft? In vielen Fällen kannst du diesen anteilig absetzen. Ist die berufliche Nutzung über 90%, sogar zu 100%. Ansonsten wird der Betrag anteilig nach Nutzungsdauer aufgeteilt. Ein Blick in deine Rechnungen lohnt sich hier immer.

2.3. Bewerbungskosten

Suchst du noch eine Anschlussbeschäftigung oder ein weiteres Praktikum für nach der Ausbildung?

2.3.1. Kosten für Bewerbungsmappen und Porti

Jede eingesandte Bewerbung kostet Geld. Bewerbungsmappen, Porto, Passbilder – all das sind abzugsfähige Kosten. Hierfür gibt es oft Pauschalen (z.B. 8,50 Euro pro schriftliche Bewerbung und 2,50 Euro pro Online-Bewerbung), du kannst aber auch die tatsächlichen Kosten geltend machen.

2.3.2. Fahrtkosten zu Vorstellungsgesprächen

Wirst du zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen und fährst selbst hin? Die Fahrtkosten (Hin- und Rückfahrt) kannst du wie bei den Fahrten zur Berufsschule absetzen.

2.4. Umzugskosten aus beruflicher Veranlassung

Zieh du aufgrund deiner Ausbildung um? Wenn der Umzug dir beispielsweise eine Verkürzung des Arbeitsweges um mindestens eine Stunde täglich erspart, können die Umzugskosten abgesetzt werden.

2.4.1. Transportkosten und Maklergebühren

Kosten für das Umzugsunternehmen, Mietwagen, Benzinkosten, aber auch Maklergebühren sind abzugsfähig.

2.4.2. Umzugskostenpauschale

Alternativ oder ergänzend kannst du auch eine Umzugskostenpauschale in Anspruch nehmen, die vom Finanzamt festgelegt wird und für bestimmte Posten wie Renovierung, Verpflegung etc. eingesetzt werden kann.

2.5. Kontoführungsgebühren

Viele Banken erheben Kontoführungsgebühren. Das Finanzamt erkennt hierfür pauschal 16 Euro pro Jahr an, ohne dass du Belege einreichen musst. Ein kleiner, aber feiner Beitrag zum Gesamtbetrag.

2.6. Kosten für Weiterbildung und Fortbildung

Besuchst du Kurse, Seminare oder Weiterbildungen, die deine beruflichen Kenntnisse und Fähigkeiten in der Ausbildung erweitern? Auch diese Kosten sind abzugsfähig.

2.7. Studiengebühren und Semesterbeiträge (falls zutreffend)

Falls deine Ausbildung ein Studium integriert (duales Studium), kannst du die Semesterbeiträge und gegebenenfalls Studiengebühren als Werbungskosten geltend machen.

3. Was du unbedingt beachten und sorgfältig aufbewahren solltest

Die Steuererklärung ist wie ein Puzzle, und die Belege sind die einzelnen Teile. Ohne vollständige Teile wird das Gesamtbild lückenhaft. Du kannst nicht hoffen, etwas zurückzuerhalten, wenn du nicht nachweisen kannst, dass du es ausgegeben hast.

3.1. Belege systematisch sammeln

Dies ist der wichtigste Tipp überhaupt: Sammle alle Belege akribisch. Erstelle einen Ordner oder eine digitale Ablage, in der du alle Rechnungen, Quittungen, Fahrkarten, Tankbelege, Kontoauszüge etc. chronologisch oder thematisch abheftest. Stell dir vor, du bist ein Detektiv und jeder Beleg ist ein Indiz, das zur Aufklärung des Falles – deiner Steuererstattung – beiträgt.

3.1.1. Digitale vs. physische Belege

Ob du Belege lieber digital scannt und abspeichert oder klassisch im Ordner sammelst, ist dir überlassen. Wichtig ist, dass du sie im Falle einer Nachfrage des Finanzamtes vorlegen kannst. Eine Mischung aus beidem ist oft praktikabel.

3.1.2. Wichtige Angaben auf den Belegen

Achte darauf, dass auf den Belegen alle wichtigen Informationen enthalten sind: Datum, Betrag, Art der Ausgabe und der Verkäufer.

3.2. Fristen im Blick behalten

Das Finanzamt ist keine Freundschaftsanfrage, die du jederzeit beantworten kannst. Es gibt feste Fristen.

3.2.1. Abgabefrist für die Steuererklärung

In der Regel musst du deine Steuererklärung für das vergangene Jahr bis zum 31. Juli des Folgejahres einreichen. Wenn du sie von einem Steuerberater erstellen lässt, verlängert sich die Frist bis zum 28. Februar des übernächsten Jahres. Als Azubi bist du jedoch meist nicht zur Abgabe verpflichtet. Das heißt, du hast vier Jahre Zeit, deine Steuererklärung freiwillig abzugeben. Diese Frist ist dein Joker. Verstreicht das Jahr 2023, hast du bis Ende 2027 Zeit, deine Erklärung einzureichen.

3.2.2. Vier-Jahres-Frist für die freiwillige Abgabe

Nutze diese vier Jahre weise. Du kannst die Steuererklärung auch noch im Nachhinein für die letzten Jahre einreichen, falls du es vergessen hast. Das ist wie ein verlorener Schatz, den du später wiederfindest.

3.3. Die Lohnsteuerbescheinigung deines Arbeitgebers

Jeder Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet, dir am Ende des Jahres oder nach Beendigung deines Arbeitsverhältnisses eine Lohnsteuerbescheinigung auszustellen. Dieses Dokument ist entscheidend, da es alle relevanten Informationen über dein Einkommen und die abgeführten Steuern enthält. Es ist sozusagen deine Visitenkarte für das Finanzamt.

4. Wie du deine Steuererklärung einreichst: Tools und Wege

Die Zeiten, in denen du dich durch Berge von Papierformularen wühlen musstest, sind glücklicherweise vorbei. Heute gibt es diverse Möglichkeiten, deine Steuererklärung digital und komfortabel zu gestalten. Wähle den Weg, der am besten zu dir passt – es gibt nicht den einen Königsweg.

4.1. ELSTER: Das offizielle Portal des Finanzamts

ELSTER (Elektronische Steuererklärung) ist das offizielle und kostenfreie Online-Portal der Finanzverwaltung. Hier kannst du deine Steuererklärung direkt am Laptop ausfüllen und elektronisch an das Finanzamt übermitteln.

4.1.1. Registrierung und Nutzung

Für die Nutzung von ELSTER benötigst du ein Benutzerkonto. Die Registrierung kann ein paar Tage dauern, da Zugangsdaten per Post versendet werden. Plan das rechtzeitig ein. Einmal registriert, hast du aber ein mächtiges Tool zur Hand.

4.1.2. Vorteile und Nachteile von ELSTER

Der größte Vorteil ist die Kostenfreiheit. ELSTER enthält viele Hilfen und Plausibilitätsprüfungen, die dir Fehler ersparen können. Nachteilig kann für Steuerneulinge die etwas spröde Oberfläche und die Fachterminologie sein, die sich manchmal wie eine Fremdsprache anfühlt.

4.2. Steuerprogramme und Online-Dienste

Es gibt zahlreiche kommerzielle Softwarelösungen und Online-Dienste, die dir die Erstellung deiner Steuererklärung erleichtern.

4.2.1. Beispiele für beliebte Anbieter

Bekannte Anbieter sind zum Beispiel WISO Steuer (ehemals WISO Steuer:Sparbuch), Taxman oder SteuerGo. Diese Programme sind oft intuitiver und bieten verständlichere Erklärungen als ELSTER. Viele bieten auch eine „Light-Version“ speziell für Azubis an.

4.2.2. Kosten und Vorteile

Die Kosten für solche Programme sind meist überschaubar und können selbst als Werbungskosten abgesetzt werden. Sie führen dich Schritt für Schritt durch die Formulare, geben Tipps und berechnen oft schon vorab, wie hoch deine voraussichtliche Erstattung sein wird. Das ist wie ein persönlicher Reiseführer, der dir den Weg zeigt.

4.3. Steuerberatung: Profis an deiner Seite

Wenn dir die ganze Materie zu komplex erscheint oder du denkst, dass du besonders viele und komplizierte Posten absetzen kannst, ist ein Steuerberater eine gute Option.

4.3.1. Wann ein Steuerberater sinnvoll ist

Ein Steuerberater lohnt sich, wenn du unsicher bist, ob du alle Abzugsmöglichkeiten ausschöpfst, oder wenn du außergewöhnliche Situationen (z.B. Umzug ins Ausland, mehrere Arbeitgeber, Vermietung von Eigentum) hast. Für die erste Azubi-Steuererklärung ist es oft nicht zwingend notwendig, kann aber bei Unsicherheiten helfen.

4.3.2. Kosten und Nutzen

Die Kosten für einen Steuerberater sind gestaffelt nach dem Wert deiner Angelegenheit und können mehrere hundert Euro betragen. Auch diese Kosten kannst du als Werbungskosten absetzen. Es ist eine Investition, die sich lohnen kann, wenn die Erstattung dadurch deutlich höher ausfällt.

4.3.3. Lohnsteuerhilfevereine

Eine weitere Alternative sind Lohnsteuerhilfevereine. Sie sind günstiger als Steuerberater und können dich im Rahmen ihrer Befugnisse beraten und deine Steuererklärung erstellen. Die Mitgliedschaft ist meist an einen Jahresbeitrag gebunden.

Wenn du mehr über die finanziellen Möglichkeiten während deiner Ausbildung erfahren möchtest, empfehle ich dir, diesen Artikel über Kreditmöglichkeiten für Azubis zu lesen. Dort findest du wertvolle Tipps, worauf du achten solltest, um die besten Angebote zu finden und deine Finanzen während der Ausbildungszeit im Griff zu behalten. Es ist wichtig, gut informiert zu sein, damit du die richtigen Entscheidungen treffen kannst.

5. Häufige Fehler und wie du sie vermeidest

Steuerart Beschreibung Relevanz für Azubi Typische Beträge
Lohnsteuer Steuer auf dein Einkommen aus der Ausbildung Wird meist automatisch vom Gehalt abgezogen, wenn du über dem Grundfreibetrag verdienst 0 bis ca. 200 Euro monatlich, je nach Einkommen
Solidaritätszuschlag Zusatzabgabe zur Lohnsteuer Fällt nur an, wenn du Lohnsteuer zahlst und dein Einkommen über bestimmten Grenzen liegt Meist 0 bis 11 Euro monatlich
Kirchensteuer Steuer für Mitglieder einer Kirche Fällt nur an, wenn du Mitglied einer Kirche bist und Lohnsteuer zahlst Ca. 8-9% der Lohnsteuer
Sozialabgaben Beiträge zur Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung Wichtig für deine soziale Absicherung, werden automatisch abgezogen Ca. 20-22% deines Bruttogehalts
Grundfreibetrag Einkommensgrenze, bis zu der keine Lohnsteuer gezahlt wird Für 2024 liegt er bei ca. 11.000 Euro jährlich Du zahlst keine Lohnsteuer, wenn dein Einkommen darunter liegt

Auch bei der Steuererklärung gibt es Fallstricke, die du lieber umgehen solltest. Ein kleiner Fehler kann die Erstattung schmälern oder zu Nachfragen des Finanzamtes führen. Sei wachsam, wie ein Adler, der seine Beute im Blick behält.

5.1. Fehlende oder unvollständige Belege

Der häufigste Fehler überhaupt. Ohne Belege keine Erstattung. Das Finanzamt ist keine Hellseher-Zentrale, die deine Ausgaben einfach errät. Jede Ausgabe, die du geltend machen möchtest, muss nachgewiesen werden können. Solltest du einmal einen Beleg verloren haben, versuche, einen Ersatzbeleg vom Verkäufer zu erhalten oder einen Kontoauszug als Nachweis zu nutzen.

5.2. Verpassen von Fristen

Wenn du zur Abgabe verpflichtet bist und die Frist versäumst, können Säumniszuschläge drohen. Bei freiwilliger Abgabe verlierst du dein Recht auf Erstattung, wenn du die Vier-Jahres-Frist verstreichen lässt. Markiere dir wichtige Termine in deinem Kalender.

5.3. Falsche Angaben oder Unterschlagung von Einnahmen

Ehrlich währt am längsten, auch beim Finanzamt. Falsche Angaben oder das Verschweigen von Einnahmen können als Steuerhinterziehung gewertet werden, was gravierende Folgen haben kann. Sei immer auf der Seite der Transparenz.

5.4. Angst vor der ersten Steuererklärung

Viele Azubis scheuen sich davor, die erste Steuererklärung zu machen, weil es neu und unbekannt ist. Doch wie so oft im Leben: Aller Anfang ist schwer, aber mit jedem Mal wird es einfacher. Sieh es als eine Herausforderung, die dich wachsen lässt. Du bist nicht allein, viele Hilfen stehen dir zur Seite.

5.5. Nichtwissen über Abzugsmöglichkeiten

Oft wissen Azubis gar nicht, welche Ausgaben sie überhaupt geltend machen können. Informiere dich selbst oder nutze die Hilfsmittel der Steuerprogramme oder die Beratung von Experten. Es ist wie ein Buffet – du musst wissen, welche Speisen es gibt, um das Beste für dich herauszuholen.

5.6. Keine oder nur geringe Werbungskosten angegeben

Wenn du nur den Arbeitnehmer-Pauschbetrag angibst, über den du eventuell liegst, verschenkst du Geld. Lieber einmal zu viel prüfen und angeben, als zu wenig. Denn das Nicht-Wissen kann dich bares Geld kosten.

5.7. Steuererklärung als „nervige Pflicht“ ansehen

Betrachte deine Steuererklärung nicht als lästige Pflicht, sondern als deine Chance, zu viel gezahlte Steuern zurückzuerhalten. Es ist dein Recht. Mit der richtigen Einstellung wird es weniger zur Last und mehr zur Belohnung.

Zusammenfassendes Fazit

Die Steuererklärung als Azubi ist kein Hexenwerk. Sie ist eine Möglichkeit, Geld zurückzuerhalten, das dir zusteht. Mit einer systematischen Vorgehensweise, dem Sammeln aller relevanten Belege und der Nutzung moderner Tools kannst du diese Aufgabe erfolgreich meistern. Sieh es als eine deiner ersten großen „Erwachsenen“-Aufgaben an, die du mit Bravour meistern kannst. Indem du dich informierst und proaktiv handelst, legst du den Grundstein für einen finanziell bewussten Start in dein Berufsleben. Also, Ärmel hochkrempeln und ran an die Formulare – es lohnt sich für dich!

FAQs

Was bedeutet „Steuern Azubi“ genau?

„Steuern Azubi“ bezieht sich auf die steuerlichen Regelungen und Pflichten, die Auszubildende (Azubis) in Deutschland betreffen. Dabei geht es darum, wie du als Azubi deine Einkünfte versteuern musst und welche Freibeträge oder Ausnahmen es gibt.

Ab wann muss ich als Azubi Steuern zahlen?

Du musst erst dann Steuern zahlen, wenn dein Einkommen den jährlichen Grundfreibetrag überschreitet. Im Jahr 2024 liegt dieser bei 10.908 Euro. Verdient du weniger, musst du keine Einkommensteuer zahlen.

Welche Steuerklasse habe ich als Azubi?

Als Azubi wirst du in der Regel in Steuerklasse 1 eingestuft, wenn du ledig bist und keine Kinder hast. Diese Steuerklasse gilt für die meisten Auszubildenden ohne besondere familiäre Verhältnisse.

Kann ich als Azubi Werbungskosten absetzen?

Ja, du kannst Werbungskosten geltend machen, zum Beispiel für Fahrtkosten zur Berufsschule oder Arbeitsmittel. Es gibt einen Pauschbetrag von 1.200 Euro (Stand 2024), den das Finanzamt automatisch berücksichtigt, auch wenn du keine Belege einreichst.

Wie kann ich als Azubi eine Steuererklärung abgeben?

Du kannst deine Steuererklärung online über das ELSTER-Portal der Finanzverwaltung abgeben oder eine Steuer-Software nutzen. Es ist sinnvoll, eine Steuererklärung zu machen, um eventuell zu viel gezahlte Steuern zurückzubekommen. Die Abgabefrist für die Steuererklärung ist in der Regel der 31. Juli des Folgejahres.

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